Mittwoch, 27. Mai 2015

Fotografien von Unsichtbaren

Hallihallo,

Liebe kann etwas so Schönes sein, wenn man die Person findet, mit der sich jede Sekunde wie eine süße Ewigkeit anfühlt. Dabei ist es nebensächlich, wie die Person aussieht, wo sie herkommt und wohin sie gehen will. Auch das Geschlecht spielt für Amor keine Rolle. Denn auch wenn einige von Angst zerfressene Hetzer es auch im 21. Jahrhundert immer noch nicht wahrhaben wollen, ist Homosexualität keine Krankheit oder gar eine Besessenheit, die man mit Elektroschocks oder einer Leukotomie heilen muss.
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Es ist vielmehr eine seine Identität zu verwirklichen und somit sein Glück zu finden. Jeder Mensch, der also gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ist, verbietet Homosexuellen glücklich zu werden. Jeder sollte aber ein Recht auf sein individuelles Glück haben. Diese Tatsache haben auch die Iren beherzigt, die sich in ihrer Volksabstimmung eindeutig für die rechtlich gültige Eheschließung unter gleichgeschlechtlichen Paaren ausgesprochen haben.

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Noch vor ein paar Jahren konnte davon nicht die Rede sein. Dennoch gab es auch schon damals wie heute mutige Menschen, die sich ihre Liebe nicht verbieten lassen wollten. Durch Zufall entdeckte der französische Regisseur und Drehbuchautor Sebastien Lifshitz auf einem Flohmarkt vor rund 30 Jahren ein für die damalige Zeit recht ungewöhnliches Fotoalbum. Es enthielt viele private Fotos eines homosexuellen Pärchens in den 1950ern. Lifshitz war sofort begeistert und daraufhin an, weiterer solcher raren Schätze zu finden. 
So diskret die Paare ihre Liebe in der Öffentlichkeit halten mussten, so offenherzig und unverblümt waren ihre privaten Fotos. Für die Gesellschaft waren sie fast unsichtbar, wenn nicht sogar unerwünscht . In ihren eigenen vier Wänden jedoch gab es keine Einschränkungen, sondern Liebe und Glück und das sieht man den Fotografien auch an.
2012 veröffentlichte Lifshitz auf Grundlage dieser Fotos den Dokumentarfilm
> Les Invisibles <, der ältere homosexuelle Männer und Frauen begleitet und aus ihren Leben berichtet und für den Lifshitz verdientermaßen den französischen Filmpreis César erhielt. Den Trailer dazu könnt ihr euch am Ende ansehen. Nun folgen aber erst einmal ein paar der vielen wunderschönen Bilder, die uns daran erinnern sollen, das Liebe weder Regeln noch Grenzen kennt.
















Der versprochene Trailer für
> Les Invisibles <




liebst

Elli♥

1 Kommentar:

  1. Schade, dass es davon nicht mehr Filme gibt und schade, dass sie zu selten geschaut werden. Die Fotos sind so toll, obwohl ich ziemlich froh bin, dass wir inzwischen irgendwo angekommen sind, wo man diese Bilder nicht nur in privaten Alben verstecken muss, zumindest teilweise. Beste Grüße nach Irland, man möge sich an ihnen ein Beispiel nehmen.

    Alles Liebe,
    Mara

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