Freitag, 12. September 2014

Wandertage sind super!



Hallihallo,

Wenn man kurz vorm Abi steht, heiligt man irgendwann jeden Tag, den man nicht in der Schule verbringen muss. Da schmeißt man auch schon mal, an Steine gebundene, Flaschen ins Wasser und setzt sich mit seinem heimatlichen See auseinander.

Heute früh um punkt 9 Uhr trifft sich also mein Biokurs am Ruppiner See um sich einen Vortrag über die Ökologie desselben Sees von zwei Mitstreitern anzuhören. Ich für meinen Teil gestehe, dass ich nicht wusste wo ich hin muss, zu meinem Glück aber einer der Vortragenden, der liebe Justus, mit meinem Bus fährt und ich mich dann an ihn kletten konnte. Ohne ihn kann’s ja schließlich nicht los gehen, dachte ich mir.
Als wir dann am Seeufer angelangten, fiel mir wieder ein, dass Caro und ich hier ja schon einmal Fotos gemacht hatten. Sogar schon recht oft. Aber hey!
Und dann ging’s auch schon richtig los. Handouts wurden ausgeteilt und wir durften eine Skizze vom Ufer erstellen, was ich, aus unerfindlichen Gründen, so gut hingekriegt habe, dass meine Skizze dann rumgereicht wurde und mir zudem unterstellt wurde, ich hätte ja bei Justus abgeguckt. Was nicht der Fall ist – ich hab’s nur eben einfach drauf. :D


Dann wurden zwei Gruppen gebildet und das Wasser auf alle möglichen Nährstoffe geprüft. Dazu mussten wir erstmal einen schweren Stein, an den fachmännisch eine Flasche angebunden wurde ins Wasser werfen und Tiefenwasser schöpfen. Da unser See aber in der Uferregion nicht sonderlich tief ist, durften wir bestimmt zehn Minuten durch die Landschaft stapfen und nach einer geeigneten Stelle suchen. Schlussendlich standen wir also, wie die Penner, unter der Bahndammbrücke und haben bestimmt dreimal diese dämliche Flasche in den See geschleudert. Beobachtet wurden wir dabei von zwei Anglern, wahrscheinlich, aus der bildungsfernen Schicht und deren Hund. Aber sei es drum. Es ging uns ja nicht um eine Milieuanalyse sondern um professionelles Flasche-in-den-See-schmeißen und danach irgendwelche Indikatoren da rein schütten.
Ich und Gregor haben den pH-Wert geprüft. Unsere eine Probe war normal grünlich, die andere pink. Eigentlich sollten beide Proben grün sein, was auf einen normalen pH-Wert hingewiesen hätte. Pink zeigt nämlich einen Wert von 4 an. Dann sollte man sich vielleicht nicht mehr in die Fluten stürzen. Ups.

Zuletzt saßen wir noch auf der nassen Wiese, bei feinstem Scheißwetter und haben noch alle Fragen beantwort, die auf unserem Handout standen, schließlich waren wir ja nicht nur aus Spaß hier, sondern wegen unserem Abi (und weil wir keine Bock auf Mathe hatten). Unsere Exkursion, die neue flippigere Variante des Wandertages, war also ein voller Erfolg. Und immer noch besser als Schule.

liebst
Elli ♥

Kommentare:

  1. Oh, sowas will ich auch professionell machen! Flaschen ins Wasser schmeißen kann ich bestimmt prima, besser als PB zumindest - ihr habt uns kläglich allein gelassen, zu acht mit Frau Schönefeld! Und was habt ihr schreckliches gemacht, dass es pink wurde? Lotti erwähnte, dass die "Ihr habt da doch nicht reingepinkelt!?"-Theorie aufkam, oder sowas in der Art.
    Oh Mist, ich wurde gerade an meine Französisch-Hausaufgabe erinnert. Wie äußerst vermaledeit!

    Gute Nacht,
    Mara :)

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    1. Wir haben sogar geprüft ob Elise da vielleicht heimlich reingespuckt hat, bei der 2. Probe hat Gregor nochmal reingespuckt aber irgendwie blieb es dann grün. Merkwürdig.
      Wir haben es ebenso fachmännisch in den Rasen entsorgt, hätte man laut Vanessa auch nicht machen sollen, upsi.

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    2. Wieso sollte ich da heimlich reinspucken? Wenn schon mit Publikum :D
      Aber ernsthaft - Unsere Biolehrerin hat uns dann ja aufgeklärt, dass das an dieser Spritze gelegen haben könnte, mit der wir das Wasser in die Probengläschen gespritzt haben. Nun, scheinbar war die nu wiederum nicht so fachmännisch gereinigt.
      Wie soll man denn sonst Chemie entsorgen, wenn nicht einfach, ungefiltert, in die Umwelt? :D

      liebst
      Elli

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