Donnerstag, 3. September 2015

ADLEÖ: Übernachtungsparty mit Herrn Reinecke?

Hallihallo,

Auf dem Weg zur Arbeit, den ich per Fahrrad bewältige, habe ich, in den paar Tage, in denen ich ihn morgens gefahren bin, schon Einiges gesehen. Todesmutige Laubfrösche, die über die Straße hüpfen, Greifvögel die ihre ersten Kreise über ihr Revier ziehen, alles ist möglich.
Was mir heute passiert ist, ist sogar für mich neu. Kurz vor Schluss tauchte plötzlich ein Fuchs neben mir auf. Zwar er zunächst noch einige Meter entfernt, aber ich war schon so begeistert, dass ich so nah an dieses Wildtier kommen konnte. Normalerweise nehmen Füchse kurz darauf Reißaus und passé ist der schöne Moment. 
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Dieser Herr Reinecke aber lief ein paar Meter neben meinem Fahrrad her, machte aber glücklicherweise keinerlei Anstalten, näher zu rücken.
Ich war so perplex und auch ein wenig in Aufruhr, denn jeder weiß ja, dass Tiere, die mit Tollwut infiziert sind, ihre Scheu vom Menschen ablegen und deren Nähe suchen. Davor hatte ich schon etwas Angst, weswegen ich auch aufatmete, als das rothaarige Kerlchen doch bemerkte, wer oder was ich war und sich schnellstmöglich aus dem Staub machte.
Der Rest des Tages verlief ohne weitere Auffälligkeiten. Als ich abends zurück zur Oberförsterei fuhr, lief mir wieder ein Fuchs über den Weg. War es ebender von heute früh? Ich weiß es nicht, aber ausschließen kann ich es natürlich nicht. Diesmal bildete er aber nicht meine Teilzeiteskorte sondern verschwand sofort. Zum Glück, ich wüsste nämlich nicht, wo der feine Herr in meinem Zimmer in der Oberförsterei, in der ich heute meine erste Nacht verbringen werde, schlafen sollte. Und auf eine lustige Übernachtungsparty mit Gruselgeschichten unter der Bettdecke und Eiscreme bis zum Umfallen hatte ich auch keine große Lust. Vielleicht beim nächsten Mal Herr Fuchs.

liebst

Elli ♥

1 Kommentar:

  1. Das hätte ich allerdings auch wirklich nicht von dir erwartet, sich gleich mal so einen Fuchs klären und DVD-Abend machen ...
    Füchse sind fabelhaft! Ich hab vor einem knappen Jahr mal einen am Bahnübergang da bei mir in der Nähe rumschwarwenzeln sehen, ich dachte erst, das sei ein Hund. Ich bin gespannt, was du noch so alles entdeckst, demnächst zähmst du dir noch einen Hirsch und reitest auf dem durch den Wald, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Artemis-Style!

    Alles Liebe,
    Mara

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