Freitag, 17. April 2015

Mottowoche!!1! - Tag 1: Schlafanzug

Hallihallo,

Vielen ist es zuzutrauen, andere geben es offen zu und wiederum andere tun bis zum Schluss so, als wären sie da nur irgendwie mit rein geraten, aber irgendwie ist es doch wirklich so, dass man die letzten Jahre an einem Gymnasium nur solange aushält, damit man an der Mottowoche teilnehmen kann.
Endlich endlich endlich endlich ist es jetzt soweit, dass wir ( u. a. Sophie, Caro, Lydi und ich) in der Situation sind und uns außerhalb der Karnevalssaison verkleiden zu dürfen. Heute ging es mit dem Motto Schlafanzug schon mal richtig gut los.



Das Motto erscheint vielleicht ein wenig langweilig oder zu leicht und doch haben sich schon heute manche beim „Warmwerden“ wirklich sehr viel Mühe gegeben, wohingegen andere ( meist männliche) Mitschüler als ruhig angehen ließen und wirklich aussahen, als wären sie einfach aus dem Bett gestiegen. Beide Varianten sind klasse und machen einfach gute Laune.
Apropos Laune. Das Lehrerkollegium hat sich gespalten gezeigt. Einige waren wirklich positiv überrascht und wollten wissen, was wir so für die restliche Zeit geplant haben, andere waren eher.... unzufrieden.
Anscheinend war es nicht in jeder Ecke des Lehrerzimmers angekommen, dass wir unsere Mottowoche schon diese Woche starten, jedenfalls war unsere Französischlehrerin sehr entrüstet und warf unsere mangelnden Elan vor, da wir ja im Schlafanzug erschienen waren. Was bitte hat eine Verkleidung mit der Lerneinstellung zu tun? Auch unsere Englischlehrerin meinte, unsere Aufmachung würde Lernunwilligkeit und fehlende Arbeitsmoral suggerieren, dabei ist es genau anders herum. Endlich macht Schule mal wieder Spaß gerade weil man mal ausflippen darf. Auch war sie der Meinung, dass unsere Schauspielschüler dadurch nur abgelenkt seien, sich nicht auf ihr Stück konzentrieren könnten und das Ergebnis dementsprechend fürchterlich seien würde. Auch hier war es genau umgekehrt, das sie ja auch der Bühne ihre Abikostüme nicht anhatten. Schauspieler wie Techniker wurden umjubelt und die Stimmung war großartig.
Mehr will ich darauf aber gar nicht eingehen, weil es für mich unverständlich ist und mich nur ärgert.
Die Pausen waren dafür umso schöner. Wir haben unzählige Fotos gemacht und einfach Spaß gehabt, obwohl man uns auch für die Pausenzeit so viel verboten hatte ( worauf ich ein andermal eingehen werde).
Der Start unserer Mottowoche war im Großen und Ganzen wirklich gelungen, hat extrem viel Spaß gemacht machen Lust auf mehr!




unser Jahrgang - immer aufnahmefähig und aktiv!


liebst
Elli

Dienstag, 14. April 2015

Vielseitiges Robowabohu

Hallihallo,

Als am 7. November 2014 der Animationsfilm Big Hero 6 zum ersten Mal in einem amerikanischen Kino von der Rolle gedreht wurde, war den Machern zwar schon bewusst, wie niedlich der von ihnen geschaffene, marshmallowähnliche Roboter ist, wie er beim Publikum schlussendlich ankommen würde, konnten sie natürlich nur erahnen. Spätestens als die ersten deutschen Kinobesucher dann am 22. Januar dieses Jahres die Kinosäle begeistert und angerührt verließen war klar - Baymax wird Kult!



Auch Demetria Skye ist ein großer Fan des knuddeligen Roboters und nebenbei glücklicherweise auch eine großartige Zeichnerin. Da sie auch andere Produkte der Disneyfabrik liebt, endschied sie sich Baymax einfach mal hin und wieder ein neues Kostüm zu verpassen und die Endprodukte dieser grandiosen Idee sind einfach nur zuckersüß. Ich habe mich sofort erneut in den verdrahteten Knuffi verliebt und wahrscheinlich wird auch Lydia das Herz aufgehen, wenn sie die Bilder sieht. Viel Spaß also bei einem neuen Robowabohu!



















Na habt ihr alle Figuren wiedererkannt? Welche hat euch am besten gefallen oder gab es einen Disneyheld, den ihr vermisst habt?


liebst
Elli
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Sonntag, 5. April 2015

Die Raumfahrt hat uns alle wieder zu Kindern gemacht.

Hallihallo,


Seit wir Menschen mit dem aufrechten Gang unseren Horizont erweitert haben, streben wir entfernte, fantastische Welten an. Wie Vögel möchten wir fliegen und noch höher und schneller. Besonders die unbekannten Weiten des Nachthimmels üben eine magische Anziehungskraft auf uns aus, die noch stärker ist, als die, mit der uns die Erde halten will. Mit der Mondlandung 1969 erreichten wir unser erstes Ziel und schöpften Mut und Kraft für das was da im All noch auf uns wartet. Mittlerweile wird schon die erste Besatzung für eine Marsexpedition zusammengetrommelt, die ihr Leben auf Mutter Erde hinter sich lässt, um mutig zu dem Planeten zu fliegen, wo ja angeblich die Männer herkommen sollen. Was uns dort erwarten wird, liegt zwar in den Sternen, im Jahre 1950 skizzierte der Godfather der Kurzgeschichten Ray Bradbury jedoch schon einmal vorfristig einen möglichen Werdegang der Erdlinge auf dem Mars.

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Ray Douglas Bradbury wurde am 22. August im komisch klingenden Örtchen Waukegan in den USA als Sohn des Amerikaners Leonard Spaulding Bradbury und der Schwedin Ester Moberg Bradbury geboren. Seine Kindheit verbrachte er in der typischen Idylle einer amerikanischen Kleinstadt, die auch in vielen seiner Kurzgeschichten erwähnt und ausgeschmückt wird. Schon früh las er am liebsten Geschichten aus der Science Fiction und Fantasy - Abteilung und wurde großer Fan des französischen Schriftstellers Jules Vernes. 
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Seine Liebe zu diesem Genre war so groß, dass er als er einmal überstürzt seine gesamte Sammlung an Comics und Science Fiction-Büchern wegwarf, weil ein Freund sich darüber lustig gemacht hatte, er sich am nächsten Tag fühlte, als wäre sein Herz gebrochen, weil er so einen schrecklichen Verrat an seinen besten Freunden begangen hatte, sodass er seine Sammlung sofort reanimierte.
1934 zog die Familie dann nach Los Angeles um und so festigte Sohn Ray endgültig seinen Berufswunsch. Schon mit 12 Jahren wusste er, dass er unbedingt Autor werden wollten, um so seine fiktiven Helden unsterblich zu machen. Als Teenager war er Teil der Theatergruppe seiner High School und befreundete sich so auch mit späteren Hollywoodgrößen. Eigentlich wollte Ray dann nach seinem Schulabschluss 1938 studieren gehen, aber da das Geld in der Zeit der großen Depression rar beziehungsweise nicht vorhanden war, ging er stattdessen in die Bibliothek. Später wird er sagen, dass Bibliotheken ihn großgezogen hätten, da er sie zehn Jahre lang drei Tage in der Woche besucht hätte und dort bis spät in die Nacht gesessen und gelesen hätte.
1947 heiratete er dann Maguerite, mit der er vier bezaubernde Töchter in den folgenden Jahren bekam, denen er als liebender Vater am allerliebsten als Gutenachtgeschichte den Horrorklassiker > Der Hund von Baskerville< von Sir Arthur Conan Doyle vorlas.
Bis 1950 veröffentlichte er immer wieder Kurzgeschichten, der große Wurf gelang ihm aber erst mit dem in Erzählungen eingeteilten Roman > Die Mars-Chroniken<.
Bis zu seinem Tod am 5. Juni 2012 schrieb und veröffentlichte Ray Bradbury 13 Bücher und tausenden von Kurzgeschichten. Für sein überragendes Lebenswerk erhielt der Mann, der auch mit Gene Roddenberry ( dem Erfinder der fantasischen Serie > Star Trek<) befreundet war erhielt er unzählige Preise und einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und 2007 auch verdienterweise den Pulitzerpreis.

Kostenpunkt: 10,90€

> Die Mars-Chroniken< starten an einem Tag im Januar im Jahre 2030. In einer Kleinstadt schmilzt plötzlich der Schnee und am Himmel steigen rosa Wölkchen hervor. Für einen Moment wird es in der Stadt Sommer. Raketensommer. Einen Monat später träumt die Marsianerin Ylla von einem großen Mann der mit einer Rakete kommt und sie küsst. Sie weiß noch nicht, dass in ein paar Monaten schon ihre Jahrhunderte alte Rasse fast vollständig ausgestorben sein wird – wenn die erste Rakete von der Erde auf dem Mars landet. Es müssen aber erst noch vier weitere von ihnen folgen, bis der Mensch den Planeten erobert hat, da die vorherigen Besatzungen allesamt auf unterschiedliche wie tragische Weise ums Leben kommen. Dann aber kommen die Menschen doch.
Sie kommen um sich fern von der heimatlichen Erde ein neues Leben aufzubauen, da ihres unten auf dem blauen Planeten von zunehmenden Krisen und Säbelrasseln heimgesucht wird. Sie kommen zu Tausenden und verformen und entstellen den Mars so wie es ihnen beliebt bis auf dem Heimatplaneten plötzlich der Krieg ausbricht und jedes Fleckchen Erde in Feuer und Rauch untergeht. Hieß es damals noch „ Es gibt Arbeit für dich am Himmel – Komm auf den Mars!“ so hallen nun durch alle Gassen und Köpfe zwei Wörter – „ kommt heim!“. Bis auf ein paar hartgesottene oder hoffnungslose Individuen verschwinden alle Erdlinge und lassen dabei einen zerstörten, toten Planeten zurück. Im Oktober 2057 bricht dann die Chronologie endgültig ab.
> Die Mars-Chroniken< halten facettenreich den Aufstieg und Zerfall eines Menschheitstraum fest und fassen so den Werdegang des Menschen auf. Sind die so schweren Anfänge noch zukunftsweisend und revolutionär, so wird bald klar, dass der Mensch immer Mensch bleibt, egal wo er ist. Die vielen Einzelgeschichten sind zwar miteinander verstrickt, stehen aber allesamt für sich selbst ein und erzählen von Individuen und grundlegenden Fragen der Menschheit. So gibt es einen Pfarrer, der sich in der Pflicht sieht, die sündigen Ureinwohner des Planeten zu konvertieren und muss schließlich doch erkennen, dass diese sich schon vor Jahrhunderten von ihrer leblosen Hülle gelöst haben um als blaue Lichtkugeln frei von Sünde zu leben. Ein anderer Marsianer, der die Form einer verstorbenen, geliebten Person annehmen kann, wird solange von allen möglichen Menschen in Anspruch genommen, bis er erschöpft zusammenbricht und stirbt.
So viele Geschichten erzählen vom Alltag, dem Fortschritt und dem parallel verlaufenden Verfall ohne dabei zu werten. Der Leser muss selbst seine Erkenntnis erlangen, wenn er von einem völlig automatisiertem Haus liest, das trotz Verlust seiner menschlichen Besitzer einfach den normalen Tagesablauf weiter Punkt für Punkt abarbeitet, dass es fast schon tragisch ist, wenn der Herd die abgezählte Menge Frühstück auf den Küchentisch zaubert, die dann erkaltet weggeworfen werden muss.
So viele Themen, Ängste und Hoffnungen an die Zukunft werden behandelt ohne wirklich besprochen zu werden. Es gibt eine Anekdote, die besagt, dass Ray Bradbury den gesamten Roman in einer Nacht von voll beschriebenen Servietten mit der Schreibmaschine abgeschrieben und vervollständigt hätte. Ob das war ist, weiß wohl nur er selbst, aber wahr ist, dass ihm mit dem Roman > Die Mars-Chroniken< ein Meisterwerk gelungen ist, dass zu den Klassikern des Sciene-Fiction gilt, obwohl er es selbst nie in dieses Genre pressen wollte. Im Vorwort bezeichnet er seine Kurzgeschichten selbst als Mythen, die eben auf für den Mars umgewandelt wurden, lokal und zeitlich jedoch eigentlich unbestimmt und daher unsterblich sind. Sein Kindheitsziel, Helden zu schaffen, die dem Tod entrinnen können indem sie auf Papier festgehalten werden, hat er also erreicht.

liebst

Elli

Dienstag, 31. März 2015

Miss März: Bertha Benz

Hallihallo,

Seit Jahrzehnten hält sich in der Gesellschaft ein Vorurteil, dass besonders gerne von der männlichen Mitbürgern genutzt wird, um auf Kosten des weiblichen Geschlechts, schlechte Witze zu reißen und Sprüche im Anglerverein zu klopfen. Dabei sind Frauen genauso gut und in manchen Situationen sogar besser als die männlichen Autofahrer, da sie im Straßenverkehr rücksichtsvoller und stressresistenter sind.
Zudem war die erste Person, die ein Kraftfahrzeug über eine lange Strecke bewegt hat eine Frau. Was der Anglerverein wohl dazu sagt?


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Cäcilie Bertha Ringer kommt am 3. Mai 1849 in Pforzheim als Tochter eines Zimmermeisters zur Welt. Mit 22 beschließt sie kurzerhand, sich ihre Mitgift früher auszahlen zu lassen um ihren Verlobten zu unterstützen. Ein Jahr darauf, am 20. Juli 1872 heiratet sie den Mann, den sie unterstützt hat, sein Unternehmen weiterführen zu können. Bertha glaubt an ihren Mann Carl Benz und seine Idee von einem Automobil.
Durch das zusätzliche Geld konnte Carl Benz weitertüfteln und entwickelte im August 1888 den dreirädrigen Benz-Patent-Motorwagen Nummer 3, der jedoch nicht wirklich beim zahlenden Publikum ankam, auch aus dem Grund, da noch nie getestet wurde, ob die pferdelose Kutsche auch für längere Strecken geeignet wäre. Testen konnte und durfte Benz das aber nicht, da ihm von der örtlichen Polizei strenge Auflagen erteilt wurden was sein Automobil betraf und er es nur an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten auf kurzen Strecken fahren durfte.

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Dennoch besaß Carl Benz feinen Führerschein – den ersten überhaupt.
Bertha Benz besaß keinen Führerschein, war aber vom Automobil fast noch mehr als ihr Mann begeistert und wollte ihn unbedingt fahren. Auch ihre Söhne Eugen und Richard (13 und 15 Jahre alt), waren von der Idee angefixt und so schmiedeten die drei hinter dem Rücken ihres ahnungslosen Vaters einen Plan.

An einem Morgen im August startete Bertha Benz mit ihren Söhnen den Wagen und verließ den heimischen Hof auf dem Weg von Mannheim nach Pforzheim. Carl Benz schlief zu dieser Zeit noch und erwachte erst, als die drei verschwunden waren.
Die Fahrt verlief für eine neue Erfindung relativ reibungslos, obwohl ölverschmierte Hände und unzählige Stopps mehr der Normalfall als eine Ausnahme waren. Aus späteren Interviews mit Bertha Benz ist erkennbar, dass sie nicht nur eine patente Autofahrerin sondern auch eine geschickte Bastlerin war, da sie die meisten Reparaturen selbst machte und zwar mit den Waffen einer Frau. Als einmal die Benzinleitung verstopft greift Bertha zur Hutnadel, als die Zündung entzwei springt entledigt sie sich ihres Strumpfbands um das Teil zu flicken.
Nur ein einziges Mal müssen Bertha und ihre Söhne tanken. Den Treibstoff Ligroin erstehen sie in einer Apotheke in Wiesloch, nachdem sie zuvor ihr Automobil Kilometer eben dorthin geschoben hatten. Der Apotheker, der zudem nun auch der erste Tankwart überhaupt ist, zeigt sich begeistert von der mutigen Frau und überlässt ihr seinen ganzen Vorrat an Ligroin, das in dieser Zeit auch als Putzmittel verwendet wurde.

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Nicht alle zeigen sich jedoch vom Automobil und seinen Fahrern begeistert. Viele Witze werden gerissen und insbesondere die Bauern zeigen sich abgeneigt. Als Hexenkarren und Satansgefährt wird die Erfindung Carl Benz' zunächst beschimpft, es fliegen sogar Steine und zischten die Peitschen nach ihnen, wenn sie übers Land fuhren. Dennoch war die kleine Reisegruppe von ihren Ziel Pforzheim nicht abzubringen, da Bertha dort unbedingt ihre Mutter besuchen wollte.
Endgültig am Ziel angelangt, waren die drei Abenteurer ölverschmiert, verschwitzt und staubbedeckt und zudem stellte sich heraus, dass Berthas Mutter vereist war und die Leistung ihrer Tochter und Enkel gar nicht beglückwünschen konnte. Das übernahmen dafür andere Verwandte, für die vom Sohn Richard extra ein kleiner Fahrdienst eingerichtet wurde, da jeder mit dem Automobil eine kleine Runde drehen wollte. Bertha hingegen telegraphierte umgehend eine Nachricht an ihren ahnungslosen Mann Carl. Sie fand wohl kaum Worte vor Stolz, da ihre Nachricht nur lautete: „ Glücklich in Pforzheim angekommen.“
Drei Tage blieben Bertha, Eugen und Richard in Pforzheim, bevor sie ihren Rücktritt nach Hause antraten. Zuhause war Vater Carl wenig vom Komplott der Familienmitglieder begeistert und konnte den Schrecken erst nach und nach verdauen, auch wenn er nach eigenen Angaben eine heimlichen Stolz verspürt hatte. 
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Seine Frau hatte bewiesen, dass seine Erfindung auch für längere Strecken geeignet war und diese Erkenntnis schuf die Grundlage für seinen Erfolg, an den Bertha seit jeher geglaubt hatte.

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An ihrem 95. Geburtstag wurde der mutigen Frau zur Ehrenbürgerin der Technischen Hochschule Karlsruhe ernannt und verstarb glücklich zwei Tage später in Ladenburg, dem Sitz des Unternehmens C. Benz Söhne.

liebst
Elli

Samstag, 28. März 2015

Schauergeschichten für den Kühlschrank

Hallihallo,

Früher hatte ich große Angst vor der Dunkelheit. Sobald meine Mama das Licht in meinem Schlafzimmer ausknipste und ich allein in mein Bettchen lag, klammerte ich mich an meinen Teddy und schaute schüchtern über den Deckenrand um in all dem düsteren Schwarz meines Kinderzimmers irgendetwas Vertrautes auszumachen. Zuvor hatte ich meine Decke wie einen Kokon um meinen kleinen Körper gewickelt, um ja keine Angriffsfläche für Monster zu bieten. Was hatte ich doch für ein Glück, dass ich mir mit einem großen Bruder ein Zimmer teilte und ich so die Gewissheit hatte, dass ich nicht allein war und er mich vor den Monstern beschützen würde.
Heute weiß ich natürlich, dass unter meinem Bett nur kleine Staubflöckchen und bei Bedarf mein Kater Gunvald liegen, aber mit 4 Jahren vermutete ich in den dunklen Ecke die grausigsten Gestalten, die allesamt nach meinem Leben trachteten. Wieso sie da waren und wieso sie genau mich verspeisen wollten, konnte ich mir nicht erklären, aber das war auch nicht von Belang. Auch hätte ich nie damit gerechnet, dass es Menschen gibt, die für Nachschub an der Monsterfront sorgen und ihre abstrusen, unheimlichen Ideen auch noch auf stinknormalen Post-Its festhalten.

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Genau das macht nämlich John Kenn Mortensen
Der 37jährige Däne schreibt tagsüber Texte für Kindersendungen und führt auch Regie. In seiner Freizeit gibt er sich dann jedoch nicht unbedingt kindgerechten Gedanken hin und zeichnet unglaublich düster kleine morbide Gruselgeschichten auf gelbe Zettelchen, die man sich normalerweise an den Kühlschrank klebt. Diese Leidenschaft erschuft bereits hunderte klebrige Traumata, die irgendwie nur Kindern zu passieren scheinen. Sucht Herr Mortensen etwa seinen Ausgleich zum Kinderfernsehgeschäft? Möglich wäre es zumindest.
Dennoch haben die vernebelten Post-Its eine unheimliche Anziehungskraft und erstaunen so sehr wie sie erschrecken, einige sind sogar schaurig schön. Ich finde sie jedenfalls klasse obwohl ich jetzt wieder mit Teddy zu Bett gehe und zuvor mein Zimmer auf Monster überprüfe.





















liebst
Elli


Freitag, 27. März 2015

Für Rike ♥

Hallihallo,

Vielleicht ist es euch schon aufgefallen, vielleicht auch nicht, aber manchmal hat man Freunde, mit denen man sich über Dinge unterhalten kann, über die man sich mit 99% des übrigen Freundeskreises leider nicht kann. Das ist keinesfalls negativ zu verstehen und natürlich kann man mit dieser Person auch andere Themen zum Schnattern finden, aber irgendwie ist es doch wirklich so. Am ehesten könnte man diese Freunde vielleicht als Spezialfreunde bezeichnen, weil man ja auf ein Thema spezialisiert ist, das nie verwässert oder austrocknet. Für mich ist so eine Spezialfreundin die wunderbare Rike und unser Herzensthema ist der Junge der überlebte Harry Potter!

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Nachdem ich die letzten Sommerferien damit verbracht habe, alle sieben Bände erneut durchzulesen und danach meinen verschollenen Zulassungsbrief für Hogwarts zu suchen wurde meine Liebe für die Romanreihe von Mrs Rowling entfacht wie der Feuerkelch. Als ich dann aufgeregt Rike von kleinen Einzelheiten, die ich zwischen den Zeilen entdeckt hatte, berichten wollte, lächelte sie nur müde und gab mir zu verstehen, dass ich noch weit entfernt vom Superfan war.

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Genau dafür liebe ich Rike. Sie weiß wirklich alles über Harry Potter und besitzt auch alles Erdenkliche davon. Als ich erfuhr, dass es in Köln eine Ausstellung gibt, hatte Rike bereits die Zugtickets gekauft und die Köfferchen gepackt. Als kleinen Trost hat sie mir die drei Zusatzbücher und das Legospiel ausgeliehen. Dieses Mädchen ist wirklich unglaublich magisch und es ist schön mit ihr befreundet zu sein.
Deswegen habe ich mir den Song rausgesucht, den ich mit meiner zauberhaften Kindheit und Rike verbinde und der mir immer in den Ohren leise klingt, wenn ich sie sehe. 
Hedwig's Theme war zunächst nur für den Stein der Weisen gedacht, berührte aber so viele Herzen, dass er immer wieder genutzt wurde und so zu einem der beliebtesten Filmsongs überhaupt wurde - zu recht!

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Lasst uns also in Kindheitserinnerungen schwelgen und uns daran erinnern, dass es immer einen Platz für uns gibt, an den wir fliehen können, wenn uns die Muggel zu sehr nerven und uns die Schokofrösche ausgegangen sind. Ich weiß wen ich im fliegenden Auto als Beifahrerin hätte - Mrs Rike Malfoy.♥


liebst
Elli