Hallihallo,
Jetzt, wenn es von Tag zu Tag immer kühler und düsterer wird brauche ich für meinen Körper aber auch für meine Stimmung etwas Warmes. Ich kann mich an keinen Tag erinnern, an dem ich mal keine kalten Füße hatte, egal wie viele Schichten Socken und Stiefel ich anziehe. Das liegt einfach an meinen unmöglichen Füßen - scheinbar frieren die gerne. Wie dem auch sei, ich habe Mittel und Wege gefunden mich warm zu halten. Neben Kuschelsocken hilft bei mir ein Heißgetränk. Meine Lieblinge möchte ich hier und heute kurz vorstellen. Sie wärmen Körper und Seele von innen heraus und heben sofort meine Stimmung, wenn ich abends dem Matschewetter entfliehen kann.
1. Als Kind habe ich früchteteefanatisch veranlagt, irgendwann aber waren mir diese Tees einfach zu sauer und unglücklicherweise ist der Geschmack von Früchtetee recht flach. Ein ganz einfacher Kniff zum Aufpeppen ist, dass man einfach noch Kirschsaft dem ferigen Tee hinzufügt. Der Tee verliert dadurch erheblich an Säure und schmeckt einfach lecker nach den süßen runden Dingern.
2.Gerade habe ich ja die Säure in Tees kritisiert und schon jetzt muss ich mir widersprechen. Um mich zu berichtigen, ich mag es nicht, wenn Früchtetees säuerlich schmecken, weil sie doch nach Früchten schmecken sollen, generell aber mag ich Saures.
Heiße Zitrone ist zum Beispiel auch mein absoluter Favorit in der Erkältungszeit. Letztes Jahr war mein Winter hauptsächlich von Grippe und Dauerhusten geprägt und eine Tasse heiße Zitrone hat wahre Wunder bewirkt. Das Rezept dazu ist denkbar einfach. Man presst einfach ein halbe Zitrone für eine Tasse aus und gibt dann beliebig viel Zucker hinzu, bevor man das süß-saure Gemisch anschließend mit heißem Wasser aufgießt. Die Mengen lassen sich dementsprechend auch variieren. So nimmt man für eine Kanne einfach eine ganze Zitrone.
Zwar gibt es auch heiße Zitrone in Pulverform, da man ja im Büro meistens keine Zitrone zur Hand hat ( oder doch?), aber mir persönlich gefällt die traditionelle Form mit handgepresster Zitrusfrucht einfach besser.
3. Ein weiteres gebräuchliches und sehr effektives Mittelchen gegen Erkältungen und trübe Gedanken ist Ingwertee. Auch hier empfehle ich die DIY- Variante ( wenn ich das so sagen darf).
Zunächst schneidet man mindestens 5-6 dünne Scheiben von einer Ingwerknolle ab und gibt sie samt beliebig hohen Zuckerbergen in eine Kanne. Danach gießt man den zuckrigen Ingwer mit etwas Zitronensaft auf, danach folgt das heiße Wasser. Nach etwas 5-minütiger Ziehzeit ist der Tee fertig und perfekt für Erkältungsopfer.
(4.) Ein kleiner letzter Tipp meinerseits gegen Herbst-Blues ist diesmal kein Tee sondern eine kleine gelbe Afrikanerin - die Banane. Bananen enthalten kleine Glücksstoffe, die wir besonders im Herbst benötigen, da wir durch die fehlenden Sonnenstrahlen schneller auf trübe Gedanken kommen. Im Sommer sind die Glücksstoffe der Banane für uns überflüssig, da ja genug Sonne scheint die unser Gemüt erhellt, weshalb viele Leute ( zB. ich selbst) in der Somemrzeit die gelbe Frucht meiden, sich in der dunklen Jahreszeit aber darauf wild stürzen. Es ist wirklich ulkig, aber Bananen schmecken mir im Herbst und Winter viel besser als im Sommer. Deshalb liegen sie auch immer neben meiner randvollen Teetasse.
Ich hoffe euch haben diese kleinen Teetipps geholfen und euer Herz erwärmt.
Was habt ihr noch für Tipps, um euch warm zu halten?
Seid ihr auch teeaffin?
Fühlt ihr euch wohler im Winter oder im Sommer?
Erzählt es mir. Ich freue mich schon drauf.
liebst
Elli♥
Donnerstag, 6. November 2014
Dienstag, 4. November 2014
373 little words
hallihallo,
deutsch ist die einzige
sprache der welt, in der es eine wirkliche groß – und kleinschreibung gibt. In allen anderen sprachen werden nur
satzanfänge und eigennamen groß geschrieben, hier aber auch die substantive. Für
jeden, der deutsch lernen will, stellt also unserer deutschen macke, dass wir
für wirklich alles ein wort haben, unsere groß – und kleinschreibung ein
problem dar. Aber wieso ist das eigentlich so?
Nun es gibt eine inoffizielle, aber recht plausible
erklärung. Zur zeit der reformation durch Martin Luther hatte der klerus das
privileg des buchdrucks inne. Die mönche ließen sich für die vervielfältigung
bezahlen und legten bestimmte preise pro seite oder zeile fest. Da die, sowieso
schon reiche, kirche noch mehr geld aus dem druck herausschlagen wollte,
überlegte man sich, wie man noch mehr zeilen füllen und somit höhere preise
einfordern könnte. Satzanfänge und eigennamen schrieb man schon groß, bildeten
aber eine zu kleine gruppe, weswegen man noch die große gruppe der substantive
mit ins boot holte und diese auch nur noch groß schrieb. Zugleich clever als
auch durchtrieben, aber das war damals ja gang und gebe.
Im übrigen gab es schon oft
versuche, die substantive wieder klein zu kriegen und unsere schriftsprache
wieder global anzupassen. Es wurden sogar werke veröffentlicht, in denen die
nomen allesamt wieder klein geschrieben wurden. Wie wir ja wissen und sehen,
sind diese autoren leider gescheitert, da wir ja noch heute unsere substantive
groß schreiben.
Aber können wir überhaupt
zurück? Würden wir wieder unsere dingwörter klein schreiben, so wie unsere
nachbarn es tun? Ich persönlich bin mir da nicht so sicher. Wir sind es einfach
zu gewohnt und diese umstellung würde wahrscheinlich jahrzehnte dauern. Zum einen
sieht es für den betrachter irgendwie falsch und verwirrend aus, zum empfinden
auch unsere digitalen schreibprogramme und unser hirn, der effektivste computer
überhaupt, diese form als falsch. Diesen post zu schreiben war für mich zum
beispiel kniffelig, sowohl meine worddatei hat alles rot unterkringelt aber
auch ich selbst, hatte immer den hang, die substantive groß zu schreiben. Es
war schon lustig, besonders wenn man merkt, wie es einem in den fingern
kribbelt, den text noch einmal zu überarbeiten, damit alle substantive hübsch
groß geschrieben sind. Der mensch ist und bleibt halt ein gewohnheitstier,
insbesondere der deutsche mensch.
Fällt euch noch eine andere erklärung ein? Was haltet ihr davon, die groß -und kleinschreibung abzuschaffen? Denkt ihr, das wäre heute noch möglich?
liebst
elli♥Bildmaterial von favim
Montag, 3. November 2014
Aufgewacht Prinzessin und raus aus den Federn…
Hallihallo,
Schon vor ein paar Wochen
habe ich euch ja von der obercoolen britischen Hautpflegemarke >treacle moon< berichtet, einer Marke, mit der ich zwei wunderschöne Ferienwochen in
Großbritannien bei einer atemberaubenden wie hochprozentig britischen Gastmama
und seidig weiche Haut verbinde.
Damals habe ich euch die>the raspberry kiss< - Bodylotion vorgestellt und auch diesmal nehme ich
eine Bodylotion unter die Lupe.
Wie letztes Mal habe ich mir
auch diesmal die Reisegröße gekauft, aus wirtschaftlichen wie praktischen
Gründen – ich brauchte eine kleine, günstige Creme für die Handtasche.
Da meine Freundinnen auch
von den süßen Lotions und Duschbads von >treacle moon< begeistert sind,
bin ich in der Freistunde mit meiner süßen Vampirfreundin Lydia zu dm
gewatschelt, die mich fachfraulich beim Kosmetikkauf beraten hat.
Lydi hat sich schon vor
gefühlten Ewigkeiten ( also vor den Herbstferien) die > one ginger
morning<- Lotion gekauft, auf die ich dann auch gespitzt habe. Aus vielen
abwegigen Gründe wollte ich sie mir aber zunächst nicht kaufen. Zum einen
dachte ich, Ingwer wäre nichts für mich, zum anderen bin ich wohl eine der
wenigen Mädchen, die ständig befürchten ihre Freundinnen würden sie als „ Faker!“
( ja das Wort hat sein eigenes Ausrufezeichen, weil man es ausbrüllt, während
mit nacktem Finger auf angezogene Mitmädchen zeigt, die zufällig die selben
Schuhe tragen)
defamieren, was so
hirnrissig wie unrealistisch ist.
Nun ja, jedenfalls habe ich Lydia artig gefragt, ob es ihr etwas ausmachen würde, wenn ich dieselbe Lotion kaufen würde, woraufhin sie von köstlicher Verwirrung durchflutet wurde und mich ansah, als würde sie erraten wollen, was sich gerade hinter meiner Stirn abspielte.
Nun ja, jedenfalls habe ich Lydia artig gefragt, ob es ihr etwas ausmachen würde, wenn ich dieselbe Lotion kaufen würde, woraufhin sie von köstlicher Verwirrung durchflutet wurde und mich ansah, als würde sie erraten wollen, was sich gerade hinter meiner Stirn abspielte.
„ Klar, mach doch.“ meinte
sie dann nur und ich hüpfte freudig zur Kasse.
| Ach ich liebe einfach diese kleinen Sprüche. Schon allein deswegen lohnt sich der Kauf :D |
Wer auf den frischen,
einzigartigen Duft von frisch geriebenen oder geschnittenen Ingwer steht,
wird >one ginger morning< lieben. Es ist kein süßer oder pudriger sondern
ein aufgeweckter fast sportlicher Duft, den ich immer mit meiner Lydia im
Holzfällerhemd und hohem Pferdeschwanz verbinde, weiß der Teufel warum. Auch
hier schöpft >treacle moon< die volle Kraft der Eigenständigkeit von
einzelnen, natürlichen Düften aus und versetzt einen in den angenehmen Rausch
eines lampiongeschmückten Asiamarktes oder des
einzigartigen, gemütlichen Wohlgefühl eines kuschligen Decke und einer
Tasse heißem Ingwertee am Abend auf dem Sofa. Eine Bodylotion für alle Sinne die
zeigt, dass Ingwer wie die Apfelkaugummis von Hubba Bubba duften kann, die ich
mir früher von meinem kleinen Taschengeld zum Kaugummiblasen – machen – üben
gekauft und geliebt habe.
liebst
Elli ♥
Freitag, 31. Oktober 2014
Gruseliger als Kunstblut und Vaselineeiter
Ein ganz gruseliges
Hallihallo,
Es folgt mein wohl größtes
und nie verarbeitetes Kindheitstrauma.
Als ich kleiner war, durfte
ich nie an Halloween mit raus gehen und Süßigkeiten erbetteln. Das ist die
traurige Wahrheit und wohl auch der Grund, wieso ich so ( bitte beliebiges
Adjektiv einfügen) bin, wie ich eben bin. Ich weiß selbst nicht genau, wieso
ich mich nicht verkleiden und mit um die Häuser ziehen durfte. (← das hört sich
überaus komisch an, wenn man bedenkt, dass ich da noch ein Kind und kein
feierwütiger, angeglühter Teenager war, aber egal).
Meine Vermutung ist, dass
meine Eltern, zum Einen, diesen„uramerikanischen“ Brauch einfach nur zu
bescheuert sinnlos finden und in meiner Nachbarschaft eh niemand Süßigkeiten
locker gemacht hätte. Na auch egal, allzu sehr hat’s auch wieder nicht an mir
genagt. Ich durfte stattdessen immer in meinem Prinzessinnenkleidchen durch die
Wohnung hüpfen und wir haben zusammen die Adams Family geguckt. Rückblickend
betrachtet doch recht geil.
In Amerika steht auf
Halloweenverbot für Kinder höchstwahrscheinlich Todesstrafe und/oder
Kastration, weshalb dort der Hype auch viel ausgeprägter ist als hier. Außerdem
wurde Halloween laut den Reinblutpatrioten ja im Land der unendlichen
Möglichkeiten erfunden, was leider nur zum Teil stimmt. Aufs Geistervertreiben
anhand von Kürbissen und Verkleiden waren nämlich schon die Iren gekommen, die
zudem aber auch ihre Vorfahren mit süßen Kleinigkeiten und Kerzen den Weg nach
Hause zeigen konnten. Dieser Brauch wurde dann in die Staaten importiert und
geriet dann in Vergessenheit. Bis Jugendliche in den 50er den Feiertag zum
Anlass nahmen, mal ordentlich die Sau rauszulassen. Da entstanden dann nämlich
die Streiche, die ja beim Zelebrieren von Halloween auch nicht fehlen dürfen.
So jetzt hätten wir den
informativ bildenden Teil auch schon abgeschlossen und kommen zum eigentlichen
Thema. Mit am schönsten an Halloween sind ja immer noch die Kostüme und diese
kleine Bildstrecke zeigt kleine Schmuckstücke. Bei manchen bin ich mir aber
nicht sicher, ob und wieso sich Kinder diese Kostüme von ihren Eltern gewünscht
haben oder wann eben diesen eingefallen ist, dass Halloween vor der Tür steht.
Es wird creepy, lustig und überaus süß.
Hier sieht man gut, dass
George Lucas sich wirklch immens viel Geld hätte sparen können, wenn er das
Kostüm von Darth Vader einfach aus Müllsäcken gebastelt hätte.
Wenn Lord Voldemort gewusst
hätte, dass er einfach nur einem Kind eine Plasteröhre auf den Kopf schnallen
braucht und ihm rosa Klamotten anziehen muss um ein Einhorn herzuzaubern, dann
hätten er sich den ganzen Ärger mit Harry sparen können.
Irgendwie finde ich das
Kostüm total süß, auch wenn ich ET selbst immer gruselig fand. Das Kind hätte
auch ein Äffchen gehen können, oder eben als Teil vom Kamin, mit dem es so gut
vom Farbton her verschmelzt.
Dieses Kostüm ist so was von
cool. Sogar auf die kleine Flamme am Schwanzende wurde geachtet. Ich hätte mich
als Kind so gefreut, wenn ich Glumanda gewesen wäre.
Pokemon for ever♥
Sie scheint eher unzufrieden
mit ihrem Kostüm zu sein. Na ja… zum mindest wird niemand dasselbe Kostüm wie
sie anhaben. Denn mal ganz ehrlich, wieso will man als Hahn verkleidet
Süßigkeiten einsammeln? Oder wieso entscheide ich als Elternteil, dass meine
Tochter als liebstes als Hahn verkleidet sein würde? Darauf würde ich nie
kommen.
Auch hier hätten sich die
Macher von Star Wars echt was abgucken können. Man erkennt nämlich keinen
Unterschied zwischen den Bildern. Na gut, dass rechte ist cooler weil
selbstgemacht. Obwohl ich mich frage, ob der Junge sich überhaupt bewegen kann
in dem Kasten...oder Atmen unter der Papiertüte.
Dieser Junge verdient
Respekt. Er geht als sein Lieblingself und tut mit seinem recyclebarem Schild
und Schwert der Umwelt auch noch was Gutes.
Ich gebe offen zu, dass ich
wirklich die Beschriftung brauchte um zu erkennen, dass es sich hier um eine
wandelnde Pommestüte samt Inhalt handelt. Meine erste Vermutung war, dass das
wieder so ein komischer Marvelheld ist, den ich als Disneykind nicht kenne.
Oder ein Bösewicht – Obesity Boy oder so. Mir würde das Angst einjagen, wenn es
so einen Bösewicht geben würde.
Ich fand Ronald MacDonald
als Kind schon extrem gruselig und dieses Kostüm macht es echt nicht besser.
Das Kind sieht so fies aus mit seinem verschmiertem Mund und diesen
unheimlichen Augen. Nicht mal bei genauerem Hinsehen erkennt man, ob der Junge
die Augen auf hat oder eben nicht. Das macht mir echt Angst. Der Kleine könnte
der Spross vom Joker sein. Als Batman würde ich mir da echt in die schwarzen
Gummileggins machen.
Alle vorherigen Kostüme sind
vergleichsweise noch ganz in Ordnung, aber das geht echt überhaupt nicht. Wieso
verkleidet man sich als Rosine? Rosinen sind so widerlich. Mal ganz davon
abgesehen, dass Rosinen das wohl unnötigste Nahrungsmittel überhaupt sind, ist
die Umsetzung der Kostüms auch einfach mal der absolute Hammer. Die Kinder
wurden einfach nur in Müllsäcke gesteckt. Gut in braune Müllsäcke, weil man ja
eine Rosine ist und kein Stück Kohle, aber trotzdem. Wie kommt man auf so ein
Kostüm?
Ich will gar nicht wissen,
wie schwer dieser Pappmachekopf ist und auch nicht, wie ewig lange es gedauert
haben muss, um dieses Monstrum zu basteln. Cool ist aber, dass wirklich auf jedes Detail, wie die Halskette geachtet wurde.
Gut, es hört sich jetzt wirklich an, als ob ich mich in böser Absicht über die süßen Kinderchen lustig machen würde, aber eigentlich bin ich ziemlich beeindruckt davon, was sich Leute so als Kostüme ausdenken und wie sie die dann umsetzen. Aber es ist einfach nur zu drollig, wie manche von den Kostümen aussehen und wie stolz die Kleinen sind, das sie bestimmt mitbasteln durften und die Coolsten beim Süßigkeitenbetteln sein werden. Ich finde das schaurig schön.
Ich wünsche euch allen eine fröhliches Halloween oder wahweise happy Samhain, wenig Zahnpasta an den Türklinken und so viele Süßigkeiten, wie ihr essen könnt.
| der Klassiker - das Halloweenspecial von Charlie Brown |
liebst
Elli♥
Löwenherzig und total kawaii
Hallihallo,
| Lorenor Zorro aka my future husband :D |
Seit ich eine Fernbedienung
halten und mir das Nachmittagsprogramm eines TV-Senders merken kann, bin ich
Animes und somit auch die japanische Kultur gewöhnt. Mein Bruder und ich sind
mit Inuyasha, Ruffy und Vegeta aufgewachsen und haben unsere Lieblingsserien
nachgespielt.( erschreckend, aber wahr) Aber meine allerersten Berührungen mit
der Animewelt hatte ich mit Heidi und Wickie, die ebenfalls aus den Federn
fleißiger Japaner stammen. Eine Zeit lang habe ich mich sogar so extrem damit
auseinander gesetzt, dass ich mir dementsprechende Themenmagazine für mein sauer
verdientes Taschegeld besorgt und Sammelfiguren gehortet habe. Gut, es ging
jetzt nicht soweit, dass ich zu einem Cosplay gegangen bin, zum Einen, weil ich
noch viel zu jung war und meine Mutter das eh nicht gestattet hätte, zum
Anderen, weil ich nicht so handarbeitlich begabt bin, dass ich ein Kostüm
zustande gekriegt hätte. Auf jeden Fall finde ich noch immer Japan und das
gesamte Fantasiereich der Mangaka höchst interessant, aber auch die dortige
Jugendkultur ist reizend. Dieser ganze Kawaiikram ist einfach nur niedlich und
zuckersüß, (wenn man von der abgehalfterten Hello Kitty mal absieht, die ich leider
echt nicht mehr sehen kann).
Der Amerikaner Porter
Robinson ist ebenfalls ein großer Japanfan und nebenbei noch Musikproduzent und
DJ.
Seine Mutter hat ihn am 15.
Juli 1992 in Chapel Hill (North Carolina) zur Welt gebracht, wodurch er, nach
genauer Rechnung, schon 22 Jahre auf unserer schönen Erde verbracht hat.
Auch Porter hat einen (höchstwahrscheinlich
großen) Bruder, der einfach mal, als Porter 12 Jahre alt war, das Videospiel
Dance Dance Revolution mit nach Hause geschleppt hat. Porter war sofort von den
Sounds des japanischen
Konsolenklassikers
begeistert, weswegen seine Eltern ihm ein Mini-Keyboard schenkten und er anfing
eben diese kleinen Melodien aus Dance Dance Revolution nachzuspielen.
Mittlerweile ist er ein anerkannter DJ in den USA, der bei Skrillex unter
Vertrag steht und Hits wie Lady Gagas „ Edge of Glory“ geremixt hat
Sein neuer Hit heißt
„Lionhearted“ und ist schon wie eine kleine Hommage an das Animegenre, den
insbesondere das Video besticht durch den alltäglichen japanischen Wahnsinn.
Süße Mädchen in rosa Röckchen rennen mit Mundschutz durch triste Städte, ballern
rum und plötzlich und plötzlich blinkt und glitzert alles wie eine Werbeanzeige
in Las Vegas. Strange, aber höchst unterhaltsam. Und das nicht nur, weil die
japanischen Enfant terribles ziemlich niedlich aussehen und in guter alter
Mangamanier übelste Waffen mit sich rumtragen, sondern weil sie in gewisser
Weise auch gegen die Gefühlskälte der Großstädte ankämpfen und uns eine neue
Tür zur Kreativität öffnen. Vandalismus mit revolutionärem Anspruch also.
Ein kleiner süßer
Hintergrund ist auch, dass Porter Robinson sich professionelle, jugendliche
Hilfe aus Japan geholt hat, um sein Videoprojekt authentisch umzusetzen. Er ist
schon länger mit der neunzehnjährigen Japanerin Elleanor auf Twitter befreundet, die exzessiv den
Harajuku-Style auslebt. Sie erzählt in ihrem Behind the Scenes Video, dass sie
wirklich aufgeregt war, als Porter sie gefragt hat, ob sie nicht Lust hätte,
ihm beim Styling zu helfen.
Elleanor ist wirklich ein
ganz süßes Mädchen und ihre kleinen Hintergrundinfos zum Videodreh sind wirklich
interessant, zum Beispiel, dass sie in einer verlassenen Schule gedreht haben
und genau daneben stand eine Schule, in der nebenbei noch unterricht wurde.
Außerdem trägt sie einen Pikachuohrring! Wie cool ist das denn bitte?
Wer also auf tapfere, asiatische
Mädchen in pastellfarbenen Collegejacken steht, die aus irgendeinem Grund durch
die Städte rennen und Häuser mit Bazukas zum Leuchten bringen, der wird
„Lionhearted“ von Porter Robinson mögen. Alle anderen sollten sich davor noch
in den nächstbesten Laden gehen und sich einen
x-beliebigen Manga kaufen,
um nicht gleich vom strangen Kitsch erschlagen zu werden.
liebst
Elli ♥
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Ich habe in der Bootsfahrschule gelernt, dass...
Hallihallo,
Lange habe ich mich davor gedrückt, aber jetzt habe ich mich endlich getraut. Ich habe mich, mit Mara zusammen, bei der Fahrschule angemeldet und hatte gestern schon meine zweite Theoriestunde.
Gut, es ist keine große Sache und vielleicht hätte ich mich schon eher anmelden sollen, aber ich hatte einfach Angst. Autofahren ist für mich so ein Riesenschritt zum Erwachsenwerden und das war für mich schon beängstigend. Außerdem wusste ich nicht, wer und was so auf mich zukommt und ob ich überhaupt mit dem Lernstoff klarkomme. Aber jetzt, wo ich zur Fahrschule gehe, ist es überhaupt nicht mehr schlimm.
Als ich gesehen habe, wer alles auch an meinem Kurs teilnimmt, weiß ich, dass ich das auf jeden Fall hinkriegen kann. ( Hört sich fies an, ist aber leider so)
Außerdem ist unser Fahrlehrer wirklich nett und locker und kein Choleriker, denn davor habe ich am meisten Angst gehabt. Wenn ich nämlich was falsch mache und dann mich dafür jemand unnötig fies anbrüllt und runterputzt, mache ich sofort dicht und schnappe ein. Ich weiß, dass das extrem kindisch ist, aber ich muss mich ja nicht beschimpfen lassen, wenn ich noch ganz grün hinter den Ohren bin. Zum Glück ist mein Fahrlehrer nicht so.
Zudem hab ich mich im Vornherein gefragt, ob ich dass auch mit den Fehlerpunkten und den Fragebögen hinkriege. Deshalb habe ich mir im Internet Fragebögen angeguckt und ausgefüllt und erkannt, dass ich gar nicht so schlecht bin. Die meisten Fragen sind echt logisch, zum Beispiel, dass man mit einem Blinden keinen Augenkontakt aufbauen kann und bei anderen muss einfach gut hingucken und halt ein bisschen büffeln. Als ich dann gestern den Probefragebogen ausgefüllt habe, hatte ich weniger Fehler als bei dem Test im Internet. Durchgefallen bin ich aber immer noch bei Beiden, was ja logisch ist, wenn man erst zweimal bei der Fahrschule war - meine schlechteste Fehlerpunktzahl war 60. Das fand ich selbst auch ein bisschen zu hoch, aber es ist ein guter Ansporn für mich.
Um es kurz zu machen, ich habe jetzt keine Angst mehr vor der Fahrschule, ich freue mich sogar, dann selber am Steuer zu sitzen. Ich werde euch dann berichten, wann ich meinen Lappen habe. Bis dahin heißt es aber noch fleißig Schilderlesen und Probefragebögen ankreuzen.
Übrigens habe ich in der Bootsfahrschule gelernt, dass ich meine Schnecke nicht am Straßenrand füttern darf.
liebst
Elli ♥
Lange habe ich mich davor gedrückt, aber jetzt habe ich mich endlich getraut. Ich habe mich, mit Mara zusammen, bei der Fahrschule angemeldet und hatte gestern schon meine zweite Theoriestunde.
Gut, es ist keine große Sache und vielleicht hätte ich mich schon eher anmelden sollen, aber ich hatte einfach Angst. Autofahren ist für mich so ein Riesenschritt zum Erwachsenwerden und das war für mich schon beängstigend. Außerdem wusste ich nicht, wer und was so auf mich zukommt und ob ich überhaupt mit dem Lernstoff klarkomme. Aber jetzt, wo ich zur Fahrschule gehe, ist es überhaupt nicht mehr schlimm.
Als ich gesehen habe, wer alles auch an meinem Kurs teilnimmt, weiß ich, dass ich das auf jeden Fall hinkriegen kann. ( Hört sich fies an, ist aber leider so)
Außerdem ist unser Fahrlehrer wirklich nett und locker und kein Choleriker, denn davor habe ich am meisten Angst gehabt. Wenn ich nämlich was falsch mache und dann mich dafür jemand unnötig fies anbrüllt und runterputzt, mache ich sofort dicht und schnappe ein. Ich weiß, dass das extrem kindisch ist, aber ich muss mich ja nicht beschimpfen lassen, wenn ich noch ganz grün hinter den Ohren bin. Zum Glück ist mein Fahrlehrer nicht so.
Zudem hab ich mich im Vornherein gefragt, ob ich dass auch mit den Fehlerpunkten und den Fragebögen hinkriege. Deshalb habe ich mir im Internet Fragebögen angeguckt und ausgefüllt und erkannt, dass ich gar nicht so schlecht bin. Die meisten Fragen sind echt logisch, zum Beispiel, dass man mit einem Blinden keinen Augenkontakt aufbauen kann und bei anderen muss einfach gut hingucken und halt ein bisschen büffeln. Als ich dann gestern den Probefragebogen ausgefüllt habe, hatte ich weniger Fehler als bei dem Test im Internet. Durchgefallen bin ich aber immer noch bei Beiden, was ja logisch ist, wenn man erst zweimal bei der Fahrschule war - meine schlechteste Fehlerpunktzahl war 60. Das fand ich selbst auch ein bisschen zu hoch, aber es ist ein guter Ansporn für mich.
Um es kurz zu machen, ich habe jetzt keine Angst mehr vor der Fahrschule, ich freue mich sogar, dann selber am Steuer zu sitzen. Ich werde euch dann berichten, wann ich meinen Lappen habe. Bis dahin heißt es aber noch fleißig Schilderlesen und Probefragebögen ankreuzen.
Übrigens habe ich in der Bootsfahrschule gelernt, dass ich meine Schnecke nicht am Straßenrand füttern darf.
liebst
Elli ♥
Montag, 27. Oktober 2014
Tausche Fell gegen Mangaaugen
Hallihallo,
Ich bin überzeugtes Disneykind und deshalb auch in alles verliebt, das mit dem Hirnschmalz Walt Disneys zu tun hat.
Die japanische Illustratorin Chaico ist auch ein riesiger Fan der Disneycharaktere und zudem ziemlich begabt im Umgang mit Tinte und Papier. Sie zeichnet die Figuren aber nicht stupide nach, sondern verwandelt die Tiere in Menschen. Jetzt haben sie jetzt zwar weder Federn noch Fell, aber ihre Persönlichkeiten und Eigenheiten werden wunderschön durch Chaico in Szene gesetzt und sehen einfach nur fabelhaft aus.
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| Lucky, Goliath, Rolly und Spot aus 101 Dalmatiner ( die TV-Serie) |
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| Abu aus Aladin..... arabische Nächte und so :D |
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| Fabius und Arielle - ihr Lächeln ist einfach nur süß |
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| Trixi aus Chip und Chap - die Ritter des Rechts |
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| Quak der Bruchpilot aus DuckTales |
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| jeder kennt sie, jeder liebt sie - Minnie Maus |
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| die supersüßen Kätzchen aus Aristocats |
| Jasmins Tiger Rajah - als Mensch tierisch heiß |
| Panchito aus Die Drei Caballeros - scheinbar die Lieblingsfigur von Chaico, so oft, wie sie ihn zeichnet. Ich kann's ihr nicht verdenken, Panchito ist ziemlich cool. |
Welche ist eigentlich eure Lieblingsdisneyfigur?
liebst
Elli ♥
Ein ganz normaler Tag im Leben des Leonardo Dicaprio
Hallihallo,
Erst im letztem Jahr erschien der Film The Wolf of Wallstreet, der sowohl das Leben eines jungen, Korrupten Bankers zeigt und zugleich Leonardo Dicaprio wieder auf die Kinoleinwände pushte, denn obwohl er 2013 in zwei Filmen erschien, scheint es ruhiger um den Filmstar geworden zu sein.
Wer Dicapriofan ist oder immer mal wieder in Klatschzeitungen rumblättert oder dementsprechende Sendungen im Privatfernsehen ansieht, wird vielleicht mitbekommen haben, dass Leo sich jetzt erstmal ganz aus dem prolligen Hollywoodleben zurück ziehen und sein Beruf als Schauspieler aufgeben, um als Naturschutzaktivist durchzustarten.
Sein neues Projekt, dass er mit dem Streamanbieter Netflix auf die Beine stellen will, heißt Virunga, benannt nach dem gleichnamigen Nationalpark der Demokratischen Republik Kongo und beschäftigt sich mit dem Schutz der dort lebenden Gorillas. Ihr Lebensraum soll nämlich für die unterirdischen Ölreserven abgeholzt werden. Und eben für dieses Projekt setzt sich Leonardo Dicaprio ein und zieht sich deshalb fürs Erste zurück.
Der Künstler Joel Strong vermisst Leonardo aber jetzt schon so arg, dass er sich eine Möglichkeit überlegt hat, wie er jeden Tag mit Leo verbringen kann. Er hat sich jetzt, ähnlich wie sein Idol Dicaprio, hat er sich einem Projekt angenommen. Mydaywithleo beschäftigt sich mit der Leben des Leonardo Dicaprio im Großstadtdschungel und ist dabei so lustig und originell, dass es wirklich die Tränen trocknet, die geflossen sind, als bekannt wurde, dass Mr Titanic sich jetzt im Urwald statt auf der Leinwand tummelt.
Das Projekt läuft übrigens so gut, dass Joel Strong jetzt auch den Alltag anderer Promis dokumentiert und postet. Die Fotos zeigen, dass Stars auch total normal sind und scheinbar Riesenfinger die Großstadt bevölkern und das niemandem auffällt.
liebst
Elli ♥
Erst im letztem Jahr erschien der Film The Wolf of Wallstreet, der sowohl das Leben eines jungen, Korrupten Bankers zeigt und zugleich Leonardo Dicaprio wieder auf die Kinoleinwände pushte, denn obwohl er 2013 in zwei Filmen erschien, scheint es ruhiger um den Filmstar geworden zu sein.
Wer Dicapriofan ist oder immer mal wieder in Klatschzeitungen rumblättert oder dementsprechende Sendungen im Privatfernsehen ansieht, wird vielleicht mitbekommen haben, dass Leo sich jetzt erstmal ganz aus dem prolligen Hollywoodleben zurück ziehen und sein Beruf als Schauspieler aufgeben, um als Naturschutzaktivist durchzustarten.
Sein neues Projekt, dass er mit dem Streamanbieter Netflix auf die Beine stellen will, heißt Virunga, benannt nach dem gleichnamigen Nationalpark der Demokratischen Republik Kongo und beschäftigt sich mit dem Schutz der dort lebenden Gorillas. Ihr Lebensraum soll nämlich für die unterirdischen Ölreserven abgeholzt werden. Und eben für dieses Projekt setzt sich Leonardo Dicaprio ein und zieht sich deshalb fürs Erste zurück.
Der Künstler Joel Strong vermisst Leonardo aber jetzt schon so arg, dass er sich eine Möglichkeit überlegt hat, wie er jeden Tag mit Leo verbringen kann. Er hat sich jetzt, ähnlich wie sein Idol Dicaprio, hat er sich einem Projekt angenommen. Mydaywithleo beschäftigt sich mit der Leben des Leonardo Dicaprio im Großstadtdschungel und ist dabei so lustig und originell, dass es wirklich die Tränen trocknet, die geflossen sind, als bekannt wurde, dass Mr Titanic sich jetzt im Urwald statt auf der Leinwand tummelt.
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| Hundeliebhaber wider Willen |
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| Yoga macht halt in der Gruppe noch mehr Spaß. |
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| halb Pfadfinder halb Oma |
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| Vielleicht sollte Leo auf Straßenreinigung umsteigen. Da macht er schließlich auch eine gute Figur. |
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| just chillin' |
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| Kaum ist Toni Garn abgeschrieben, schon hat der Womanizer eine neue Flamme. |
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| Weder Cityroller noch Rüschenkragen können diesen Mann entstellen. |
Das Projekt läuft übrigens so gut, dass Joel Strong jetzt auch den Alltag anderer Promis dokumentiert und postet. Die Fotos zeigen, dass Stars auch total normal sind und scheinbar Riesenfinger die Großstadt bevölkern und das niemandem auffällt.
liebst
Elli ♥
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Miss Oktober – Jeanne Manford
Hallihallo,
Jeanne Sobelson kam am 4
Dezember 1920 im beschaulichen Flushing, Queens als dritte von fünf Töchtern
zur Welt. Sie wuchs in überaus gesitteten Verhältnissen auf und entschied sich
nach ihrem Schulabschluss für ein Studium in Alabama.
Als ihr Vater starb, brach
sie fürs Erste ihr Studium ab und kehrte in ihre alte Heimatstadt zurück. Dort
verliebte sie sich in Jules Manford, dessen Namen sie auch annahm und nahm in
den 1930er ihr Studium wieder auf.
Sie wurde Lehrerin und bekam
mit ihrem Mann drei Kinder – Charles, Morty und Suzanne. Jeanne kümmerte sich
rührend um ihre Kinder und nahm ihren Beruf als Grundschullehrerin ernst.
Eines Abends dann im April
1972 ein Anruf aus der örtlichen Polizeistation. Die kleine Lehrerin mit der
weichen Stimme nahm ab und erfuhr, dass ihr Sohn Morty während einer Demonstration
verhaftet wurde. Noch wichtiger empfand der Police Officer aber scheinbar den
Grund.
„ Wussten Sie, dass ihr Sohn
homosexuell ist?“ soll er bestürzt Jeanne Manford gefragt haben und war
höchstwahrscheinlich sehr überrascht, als ihre Antwort aus dem Hörer säuselte.
„ Ja, Ich weiß. Wieso
belästigen Sie ihn?“ meinte Jeanne nur.
Dieser kleine Satz gilt
heute für viele Homosexuelle und ihre Eltern als erster Schritt Jeanne Manfords
in ihre Karriere als Aktivistin für die Rechte von Homosexuellen.
Im selben Jahr klingelte das
Telefon erneut mit der fürchterlichen Nachricht, dass ihr Sohn Morty, aufgrund
seiner Sexualität brutal zusammen geschlagen worden war und jetzt im
Krankenhaus lag. Er wollte friedlich Flyer verteilen und wurde von seinen
Angreifern halbtot getreten.
Jeanne spürte, dass sie
jetzt handeln musste. Sie hatte 1966 Mortys älteren Sohn Charles an einer Überdosis
verloren und konnte keinen weiteren Verlust mehr verkraften.
Zunächst schrieb sie, am 29
April 1972, einen Protestbrief an die New York Post, in dem sie sich selbst als
Mutter eines Homosexuellen preis gab und die Untätigkeit der Polizei
verurteilte.
Zu der damaligen Zeit galt
Homosexualität als Geisteskrankheit und ihre Art sich zu lieben war eine
Straftat in den USA. Noch heute gibt es spezielle Camps und Organisationen, die
Homosexuelle von ihrer „ ekelhaften“ sexuellen Einstellung erlösen soll.
Christliche Organisationen und Sekten gehen sogar davon aus, das Schwule und
Lesben von Dämonen besessen seien, die man mit Gewalteinwirkung vertreiben
müsse. Das Homosexuelle eben eigentlich ganz normal leben und lieben, kommt
noch heute vielen Menschen nicht in den Sinn. Auch das sie für gewöhnlich in
einem gesundem sozialem Umfeld leben, ist für diese ignoranten Menschen
undenkbar. Und doch haben auch Schwule und Lesben Eltern, die sie lieben so wie
sind – so wie Jeanne Manford, die Mortys nach Krankenhausaufenthalt bewusst den
Schritt in die Öffentlichkeit wagte.
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| Der Journalist Andy Humm interviewt Jeanne Manford bei einem Protestmarsch in Queens 1993. |
In dem wohl wichtigstem Jahr
ihres Lebens 1972 nahm sie mit Morty am 25 Juni in New York an einem Marsch,
dem New York’s Christopher Street Liberation Day March teil, der als Vorgänger
der heutigen Pride Parade angesehen wird. Ähnlich wie andere Demonstranten
hielt auch Jeanne ein Schild stolz erhobenen Hauptes, auf dem: „Eltern von
Homosexuellen: Vereinigt euch, um unsere Kinder zu unterstützen.“ zu lesen war.
Jeanne Manford beeindruckte viele Homosexuelle mit ihrer Einstellung und sie
erinnerte sich später in einem Interview, dass junge Menschen sie umarmt und
geküsst haben und gefragt haben, ob sie nicht mit ihren Eltern sprechen könnte.
Jeanne fiel eine noch
bessere Idee ein. Zusammen mit ihrem Mann Jules und ihrem Sohn Morty gründete
sie 1973 sie in die Organisation Parents, Families and Friends of Lesbians and
Gays – kurz PFLAG. Das erste offizielle Treffen fand in einer Kirche in
Greenwich Village statt und zählte 20 Teilnehmer. Rasend schnell wuchs die
Organisation jedoch und zählt heute mehr als 350 Gruppen mit über tausend
Mitgliedern.
1982 starb ihr Ehemann Jules
und zehn Jahre später ihr geliebter Sohn Morty, nachdem er jahrelang unter AIDS
gelitten hatte. Jeanne zog zu ihrer Tochter Suzanne nach Kalifornien und setzte
sich weiter für PFLAG ein. Sie starb am 8. Januar 2013 im Alter von 92 Jahren,
aber ihre Liebe und Humanität wird überleben.
Durch ihr Engagement trug
sie viel zur rechtlichen Gleichstellung Homosexueller bei und wurde im Februar,
post mortem, von Barack Obama mit der Presidental Citizens Medal ausgezeichnet.
Zudem ehrte ihre Heimatstadt Flushing sie und ihre Familie, indem sie eine
Straße in den „ Jeanne, Jules, Morty Manford PFLAG Way“ umbenannte.
Jeanne Manford hatte ihr
gesamtes Leben das Bild von sich und ihrem Sohn während des Marsches auf dem
Kaminsims zu stehen und war sehr stolz, dieses Foto zu besitzen.
Es hält einen der
wichtigsten Momente unserer Geschichte fest und zeigt, dass Liebe, insbesondere
die einer Mutter, stärker ist, als Hass.
liebst
Elli♥
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