Freitag, 16. Januar 2015

J.Lo mit Zahnlücke tanzt unter der Dusche

Hallihallo,



Rebecca Maria Gomez wurde 2. März vor gut 18 Jahren in Los Angeles geboren und ist mittlerweile eher unter ihrem Künstlernamen Becky G bekannt und von Millionen Teeniemädchen mit Zahnspange und Loomarmbändchen heiß geliebt. Becky kann aber auch wieder alles, obwohl sie kein gescheitertes Disneysklavenkind ist, so sagt ihre Wikipediaseite aus, dass sie Sängerin, Rapperin, Schauspielerin und Tänzerin in einem ist, wie einst die gute Destiny Hope Cyrus ( heute eher bekannt als Geily Miley – um hier die Bravo mal zu zitieren)

Mit den großen Größen der Teeniebranche möchte beautiful Becky aber nicht in einen Topf geschmissen werden, da sie die neue Jennifer Lopez und nicht die neue Selena Gomez werden möchte, obwohl die Variante eher vom Nachnamen her passen würde. Zudem sehen die beiden auch echt ähnlich... mein ja nur.
Im äußerst zarten Alter von genau 9 Jahren hatte Miss G ihre erste Mid Life Crisis, weil sie nicht wusste, was sie mit ihrem Leben anstellen sollte und ob sie auch ihre Musikkarriere verwirklichen könnte. ( Probleme muss man haben....)
Zudem kam klein Becky aus eher ärmlichen Verhältnissen und wollte unbedingt ihren Eltern helfen, damit sie beispielsweise die Miete bezahlen konnten. 
So begann sie früh in Werbefilmem mitzuwirken und ihre Musikkarriere anzukurbeln.
Als sie dann 2011 einen Coversong von Kayne Wests Song "Otis" auf Youtube hochstellte wurde darauf der, mir unbekannte, Produzent Dr Luke aufmerksam und nahm sie unter seine Fittiche. Mittlerweile zählt sie laut der Times zu den 25 einflussreichsten Teenagern 2014 und kann hin und wieder die Miete ihrer Eltern bezahlen.



Prinzipiell bin ich nicht der extraordinäre Fan von solchen kleinen Mädels, einfach weil sie mir noch zu glatt geleckt sind und jeder gleich ausflippt und die Kinder vom Fernseher weggezerrt werden wenn die ehemaligen Zauberer vom Waverly Place mal auf die sprichwörtliche Kacke hauen, aus Angst die lieben Kleinen könnten sich was Falsches abgucken und später Drogendealer werden. 
Becky G bildet da für mich derzeit noch keine Ausnahme, obwohl sie eine echt niedliche und so gar nicht makellose Zahnlücke besitzt. Wieso habe ich also die Zeit aufgebracht, für sie mal in die Tasten zu hauen? Ganz einfach: weil diese dämlichen klischeehaften Herzschmerzdramen kleiner Believer doch immer wieder zu gehirnfressenden Ohrwürmern mutieren, die man dann dämlich grinsend mitsummt und mit seiner Mädchengang lauthals gröhlt, sobald auch nur die erste Zeile dieser Lieder erklingt. Und > Shower< ist eben so ein Ohrwurm.



Der Text ist inhaltlich so tiefgründig wie ein Becher Magerquark und ebenso langlebig, aber die süße Zahnlücke durch die diese ausgewaschenen Reime pfeifen ist echt niedlich. Es ist von der Situation her, wie wenn dir ein Labradoodlewelpe auf den Schoß pinkelt. Total süß, aber du weißt genau, wenn das Mistvieh das auch nur ein einziges Mal wagen sollte geht's ab zum nächsten Chinaimbiss.
Ebenso leicht, weil hohl wie eine Seifenblase ist auch das Musikvideo, in dem Becky G wirklich zu allen Waffen greift. Fette Poolparty bei Daddy, voll die coolen tätowierten Zahnstochertypen und Mädels, die zwar gut aussehen, aber nicht so gut wie sie selbst. Und alle haben sie tierisch viel Spaß und lieben sich voll. Der geheime Traum eines jeden Teenagers. Einmal so fame sein wie Becky G. Ach kommt schon Leute...echt?!
Hmm...was soll ich heute nur machen? Hach ich weiß doch auch nicht....
Wow jetzt habe ich voll die gute Idee. Wie wäre es mit einer echt fetten Party?
Und natürlich feiern wir die bei mir, denn ich keine die oberste Regel einer jeden Hausparty nicht: Sei nie der Gastgeber!
Deshalb dusche ich mich in Klamotten. Und natürlich trage ich ein weißes, halb durchsichtiges, gelöchertes Oberteil.
Hui!  Haha! Guck mal was ich kann!
Gerade habe ich mit einem Feuerlöscher die Kerzen auf einem Kuchen ausgeblasen. Das meine ich aber gar nicht latent sexuell und den Kuchen kann man ja immer noch essen.
Jetzt liege ich hier voll süß und doch sexy am Pool und singe... was ich nicht alles kann.
Und meine Freunde sind auch so cool, deswegen gucke ich auch gar nicht angenervt.
Besonders der Typ ist total mein bester Freund, weil er aussieht wie Justin Bieber und ich wie Selena Gomez. Deswegen wende ich mich auch gar nicht ab, oder so.
Meine Freundinnen sind fast so süß wie ich...aber auch nur fast.

Meine Clique ist echt total nicht aufgesetzt und gecastet. Wir kennen uns schon voll lange..bestimmt drei Stunden, oder so.

Sogar mit Wunderkerzen in der Hand können wir noch tanzen. Wir sind so talentiert.
Und da ist er endlich. Mein Schwarm....
Man sieht zwar nicht sein Gesich, aber es ist Justin Bieber. Bestes Musikvideo ever! 
Mir ist durchaus verständlich, dass man sich schon diesen Lebensstil wünscht, aber wieso sind mittlerweile so viele Musikvideos nur noch damit beschäftigt, mir nahezulegen, dass ich jetzt auch mit so einem muskelentfernten Strauch von einem Jungen zusammen sein muss und ich jetzt nur noch im bauchfreien Shirt rumlaufen muss, um wirkliche Freunde zu gewinnen, mit denen ich richtig viel Spaß haben kann? Was soll das?
Das ist so realitätsfern wie pubertär schwachsinnig. Ich kann mich jedenfalls nicht damit identifizieren, weil ich ein Mensch bin....und keine Zahnlücke. Das ist aber nur meine Meinung und wer Becky G für die neue J. Lo hält und sie für ihre seichten Schnulzen liebt, soll das ruhig machen. Für einen Ohrwurm der Extraklasse in der montäglichen Freistunde zusammen mit Lydi und Sophie reicht der Song allemal. :*
Außerdem singt Caro unter der Dusche. La La Di, La La Da, La La Da


liebst

Elli 

Montag, 12. Januar 2015

Kristalliner Regenbogen im Glas

Hallihallo
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Freunde muss man haben. Nicht nur, weil der Mensch bekanntlich nicht fürs Alleinsein geschaffen ist und es mit Humanoiden, die man aus unerfindlichen Gründen halt einfach mag, lustiger ist als mit seinem Spiegelbild (Egomanen nicht mit einbegriffen, denen reicht ja schließlich ihr gespiegeltes Ich). 
Besonders cool an Freunden ist auch, jetzt mal abgesehen von einem ähnlichen Humor und gleichen Interessen und dem ganzen Quatsch, ist doch immer noch, dass Freunde dir oftmals hammergeile Dinge schenken, nur weil du dich in ihr Leben geschmuggelt hast. Gut, das ist schon vergleichbar mit einer Familie, aber schon ein altes Sprichwort besagt ja, dass man sich seine Freunde aussuchen kann, die Familie aber nicht. 
Der Unterschied ist also ersichtlich. Obwohl ja alle Disneykinder wissen, dass es etwas noch viel Wertvolleres als einen simplen Familienanschluss und plumpe Freundeskreise gibt: eine richtige Ohana!    
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Ich will euch jetzt aber nicht mit Sprüchen aus meinem nicht existenten Freundesbuch vollsülzen, sondern wieder auf die erwähnten Geschenke zurückkommen. Letztes Jahr war ja mal wieder Weihnachten, ja wirklich, und wie schon 2013 haben Lydi, Sophie, Pia und ich ein kleines, vorgeschobenes Weihnachten gefeiert. Es ist eigentlich eher wie Wichteln, nur dass wir unsere Beschenkten nicht aussuchen sondern einfach für die ganze Zickenherde Geld ausgeben. Es würde zu lange dauern, die Großartigkeit aller Geschenke zu lobpreisen, weswegen ich mir eins ausgesucht habe, dass ich einfach mal für meine eigenen perfiden Pläne verwenden und als meine eigene Idee ausgegeben werde. Das tut mir jetzt wirklich leid Pia, aber deswegen noch lange nicht weh.



Pia hat uns dieses Jahr ein selbstgemachtes Body Scrub gezaubert und in selbstgekaufte Einweckgläser von Ikea gefüllt, um es auch transportieren zu können. Ich war von dem Ergebnis total begeistert und habe sie per steinzeitlicher SMS gefragt, ob sie mir ihr Rezept verraten kann und da sie das bis Einsendeschluss 
für diesen Post nicht gemacht hat, bekommt sie dafür ein enttäuschtes Kopfschütteln, weil ich notgedrungen selbst nachschlagen musste wie man sowas machen kann und das war einfach nur eine Qual. Sowas bin ich gar nicht mehr gewohnt, jetzt wo ich meinen gutbesuchten Blog und meinen zigtausenden Follower habe, die allesamt meinen Blog nicht mehr finden, weil ich zu aufgeregt war mal ein paar Tage zu warten, bevor ich meine Adresse ändere. 
Schlaues Mädchen.


Egal, zurück zum Thema, sonst verzettele ich mich hier nur unnötig. 
Body Scrubs also! Wie manscht man sowas zusammen? 
Das Grundrezept ist einfach und beliebig erweiterbar. Man nehme also: 
200g Zucker und 130ml Öl. 
Hierbei ist Körper – oder Babyöl zu empfehlen, obwohl man notgedrungen auch normales Olivenöl verwenden kann. Damit es noch fetziger wird, können die Experimentierfreudigen unter euch noch Lebensmittelfarbe und Duftöle mit rein mischen. Sieht immer bedeutend cooler aus, wenn man das Body Scrub verschenken möchte, so wie Pia es gemacht hat und sie hat uns mit den hübschen Farben wirklich umgehauen hat.


Angewendet wird das Body Scrub während des Duschens, nachdem man sich gewaschen hat. Einfach eine beliebige Menge ( meist reicht schon eine Hand voll) aus dem Glas fischen und den gesamten Körper damit einreiben. Kurz einwirken lassen und dann alles wieder abspülen. Was bleibt ist eine zuckersüße, weiche Haut für die man seine Freundin einfach nur küssen und knuddeln möchte.

Während ich diesen Post schreibe, läuft übrigens zufällig gerade 
> Dancing with the Devil< von Wolf Gang. 
Pia! Das ist unser Lied! Wuhuu!

liebst 
Elli

Samstag, 10. Januar 2015

Guck mal ein Hase!

Hallihallo,

Googelt (oder nutzt eine andere bekannte Suchmaschine zur Informationsbeschaffung) man den Musiker Ceri Frost, so erhält man, neben ein paar Songs, genau nichts Genaues, nur eine kleine Website und vereinzelt Kurzbiografien, die alle haargenau den selben Inhalt wiedergeben und dadurch so viel über Ceri Frost verraten wie es ein Sandkorn in der Wüste Gobi über den Atlantischen Ozean kann.
twitter
Man sucht also bislang recht vergeblich die Nadel im Wikipediahaufen, denn so sehr einige populäre Acts sich der Internetcommunity entblößen, so zugeknöpft hält sich Ceri Frost mit seinem Internetauftritt. Selbst sein stark verpixeltes Profilbild bei Twitter enthält nur wenig nützliche Anhaltspunkte.

Bekannt ist nur, dass der Herr in London geboren, aber in West Wales großgezogen wurde und dann in Birmingham Komposition studiert hat und jetzt eben diesen Beruf in Cardiff ausübt. Zusätzlich produziert er Musik und tüfftelt auch gerne selbst an so manchen Musikstückchen. Dabei ist sein Stil so unfassbar wie er selbst, mischt er doch nach eigener Aussage den Pop der 60er, Folk und Electronica mit klassischer Musik des 20ten Jahrhunderts. Wie sich das anhören soll? Gar nicht mal so übel.

Ich persönlich stehe ja total auf Animationsvideo. Sie verdeutlichen in meinen Augen einfach Kreativität und Handwerkskunst in Reinform. Videos mit fleischlichen Menschen haben auch ihren Reiz, keine Frage, aber kleine Strichmännchen machen einfach mehr Arbeit und erfordern nochmal eine Extraportion Hirnschmalz. Das Ceri Frost diesen Zuschlag an Hirnwindungen besitzt, wird besonders im Musikvideo zu > Dead All Along< deutlich.
Die Story ist einfach erzählt und erinnert stark an eine Geschichte, die sich ein Mann einmal auf einer Bootstour für kleine Kinder ausgedacht hat. Die Rede ist hierbei von Lewis Carroll mit seinem unsterblichen Werk für Liebhaber des Abstrusen und/oder Junkies auf einem Trip.
Diesmal gerät aber ein kleiner Junge in die einnehmenden Fänge eines Hasen, der ihn in eine Höhle lockt, wo die merkwürdigsten Kreaturen schon auf ihn warten um ihn zu einem Spiel einzuladen. Eigentlich möchte der Junge wieder zurück zu seinen Eltern auf den englischen Landsitz, aber ein, an den Herrn Luzifer angelehntes, lächelndes Wesen überredet unseren jungen Helden, doch noch weiter Glühwürmchen zu fangen. Die Zeit vergeht dabei tödlich schnell.








Das Musikvideo zu > Dead All Along< verbindet zwei Dinge, die ich seit meiner Kindheit liebe und deswegen feiere ich es so. Animationen und der englische Landadel aus der guten, alten Zeit, in der Frauen noch einschnürrende Korsetts trugen und Männer mit Schnurrbart keine Hipter waren. Ich könnte mir das Video stundenlang ansehen, aber wahrscheinlich würde ich dann auch wie unser kleiner Glühwürmchenjäger enden. Also merkt euch liebe Kinder: Rennt nie einem Hasen hinterher!


liebst
Elli 

Mittwoch, 7. Januar 2015

Jeder Tag ist Aschura, jeder Ort ist Kerbela

Hallihallo,

Auf dieses Buch bin ich wirklich rein zufällig gestoßen, als ich mal wieder hirnlos suchend durchs weltweite Netz gesurft bin. Ich weiß nicht einmal mehr, ob und was ich überhaupt gesucht habe, aber das spielt auch gar keine Rolle, weshalb ich hier nicht meinen gesamten Suchverlauf niederschreiben werde. Entscheidend ist eher, was ich damals gefunden habe und zwar ein überaus aufrührerisches Zitat aus einem ebenso unangepassten Buch. Mir war sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste, hatte aber keinen blassen Schimmer, was mich überhaupt erwarten würde.


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Michael Muhammad Knight bezeichnete > Taqwacore< einmal als seine Rettungsleine, die seinen Glauben rettete. 1977 in New Jersey geboren wuchs Knight als Katholik auf, konvertierte, nachdem er als Teenager die Autobiographie vom Menschenrechtsaktivisten Malcom X gelesen hatte, zum Islam. Jung und unerfahren wie er damals war, wurde sein Glauben immer fanatischer, bis er mit 16 in den Djihad ziehen wollte. Erstmals beschlichen ihn ernsthafte Zweifel, was seine Auslegung des Korans betraf und er gab diesen Wunsch glücklicherweise auf. 
Auf der eigenen Suche nach seinem Islam, schrieb er 2003 das Manifest der Muslim Punks überall auf dem Globus und benannte es nach den Anhängern, der anfänglich kleinen aber stetig wachsende Gemeinde – > The Taqwacores<. 
Sein drastisches Werk war als sein eigener Abschied vom Islam gedacht, wobei Knight, wie er selbst sagt, dabei nie die Absicht hatte, diese Religion auszuhöhlen, er wolle nur ihn in seinem Leben möglich machen. Diese Kernessenz bildet das Gerüst für >Taqwacore< und aller Anhänger dieses Lebensgefühl, im Buch wie in der Realität.

Grün ist die anerkannte Farbe des Propheten und des Islams

Bevor auf das Buch >Taqwacore< eingegangen wird, muss zuvor noch der Begriff Taqwacore erläutert werden. Das Wort ist Neologismus, geschaffen aus dem arabischen Wort Taqwa, dass übersetzt als Gotteserfurcht zu verstehen ist und dem englischen Wort Hardcore. Taqwacore bezeichnet also ein Genre des Punk, der eng mit dem Islam verwunden ist, oder eben eine Kleingruppe des Islam, der eng mit dem Punk in Verbindung steht – das kann man sehen, wie man will. Der Begriff wurde im Übrigen von Michael Muhammad Knight geprägt, der als Erste für diese, seit den 90er bestehende Musikströmung einen Namen fand, mit dem sich heute die meisten Taqwacore – Bands, wie beispielsweise The Kominas, identifizieren können. Taqwacore bezeichnet aber mehr ein Lebens – und Glaubensgefühl, als schlicht eine Musikrichtung.

Für alle, die es wissen wollen - das ist übrigens das Cover :D
Nun aber zum Buch. Yusuf ist ein gläubiger Moslem und studiert in Buffalo, New York Ingenieurswissenschaften. Um dort auch richtig anzukommen, zieht er in eine WG von Muslimen ein und verkündet das seinen Eltern, die natürlich davon angetan sind, dass ihr Sohn bei Muslimen lebt und betet und seine Religion nicht durch ein Studentenwohnheim gestört werden kann. Ab diesem Telefonat überweisen Yusufs Eltern jeden Monat pünktlich die Miete. Was sie nicht wissen können, ist, dass diese WG, auf den ersten Blick, soviel mit dem Islam gemein hat, wie eine Pornodarstellerin mit einem Keuschheitsgürtel.


Da wäre zum einem Jehangir, ein Punk mit gelb gefärbten Iro, der sich gerne und viel betrinkt und von Yusuf als Hurenbock bezeichnet und als Bruder geliebt, gar verehrt wird. Er besuchte als Jugendlicher mit seinem Onkel die wichtigsten Wallfahrtsorte aller Religionen und berichtet mit liebevoller Euphorie von der Taqwacoreszene in Kalifornien.


Fasiq wiederum findet man meistens auf dem Dach des Hauses sowohl mit Koran als auch mit Joint in der Hand. Er ist ein Skater und schmückt sein Haupt mit 4-5 orangefarbenen Spitzen. Er arbeit sozusagen in der Pharmabranche und vertickt seinen Stoff an Junkies wie Ayyub, mit dem er sich regelmäßig um das bessere Sofa streitet, da für beide kein eigenes Zimmer in der WG zur Verfügung steht.


Amazing Ayyub ist wie schon berichtet ein Junkie, der am liebsten ohne Shirt rum läuft um sein Kerbala – Tattoo zu präsentieren. Er hat hin und wieder einen kleinen Job, wie an der Tankstelle, die er aber immer wieder verliert, weil er potenziellen Kunden schon mal ins Auto spuckt. Sein Lieblingssong scheint > Hey Little Rich Boy< von Sham 69 zu sein, da er immer, wenn Yusuf in der Nähe ist, diesen Song in voller Lautstärke aufdreht und den Refrain gröhlt.


Rabeya ist das einzige Mädchen in der WG und trägt eine mit Bandaufnähern verzierte Burka, die sie auch beim Sex nicht auszieht. Sie ist trotz dessen überzeugte Feministin und konfrontiert ihre männlichen Mitbewohner gerne mit unangenehmen Passagen aus dem Koran und leitet, anders als im Islam üblich, auch als Iman die Gebetszeremonien der WG. Rabeya scherzt zudem darüber, dass sie die einfachste Lösung gefunden hätte um Umar zu vertreiben, da sie eine Vagina besäße und das schon ausreiche.


Yusuf sieht in Umar den einzig richtigen Muslim in der verkorksten Gang, da er die Sunna penibel ausübt und sich an alle Vorschriften des Islams hält. Er ist zudem Straight – Edge und hat sich diese Überzeugung in Form von einem charakteristischen, schwarzen >X< auf beide Handrücken tätowieren lassen, die neben einigen anderen, religiösen Motiven seinen Körper zieren. Eben diese Tattoos machen es ihm jedoch unmöglich, je wieder eine normale Moschee zu betreten, da auch Tattoos haram sind. Umar gerät oft in Streitigkeiten mit Jehangir, da sie aufeinander wirken wie Feuer und Eis.

ich liebe Yusufs Kurzbeschreibung einfach nur :D

Yusuf selbst bezeichnet sich selbst als einen unscheinbaren Mitläufer, der die Kamera hält, wenn Jehangir ein unnachahmlicher Skateboardstunt gelingt, selbst aber noch nie auf den rollenden Brettern stand. Er trägt keine Punkklamotten sondern ganz einfach Klamotten, von denen er nicht einmal die Marke weiß, da er sie einfach so im Einkaufszentrum gekauft hat. Yusuf öffnet sich vorurteilsfrei seiner neuen Clique, kann aber oftmals nicht mitreden. Von Jehangir erhält er viele Informationen über Bands und das allgemeine Lebensgefühl des Taqwacore, ohne dabei diesen als seine Auffassung des Islams aufzunehmen. Anfänglich ist er sehr unerfahren und strauchelt, wenn Rabeya ihn nach seiner Masturbation befragt. Später aber wichst er sogar in einem von ihren Burkas, die sie ihm geschenkt hat, nachdem er sie gefragt hatte, wie sich das so anfühlt. Auch wenn er sich selbst nicht als wichtig für die WG erachtet, wirkt er doch wie das Bindeglied zwischen den verschiedenen, verkappten Individuen, da er eben offen und tolerant auf alle von ihnen und ihre Meinungen eingeht und versucht, sie zu verstehen.


Die Story dreht sich nun um eben diese WG in Buffalo und einige andere Gestalten, die sozusagen den Islam 2.0 bilden und sich selbst darin entdecken wollen. Sie brechen mit alten Traditionen, betrinken sich nach dem Fastengebet und erweichen doch, wenn sie gemeinsam ihr Gebet mit einem wohlig klingenden >AMEN< beschließen. Sie hören in Songs von Iggy Pop und Sid Vicious Lobpreisungen an Allah heraus und zitieren aus dem Koran, sobald ein interreligiöse Problem diskutiert wird. 
Auch wenn Punk und Islam zunächst als ein trennendes Mittel erscheint, stellen die beiden Begriffe keinen Widerspruch zueinander da. Im Gegenteil: der Punk eröffnet für sie neue Weltanschauungen, der Islam lässt sie dabei aber nicht im Sumpf der Verwahrlosung ertrinken und bietet ihnen feste Regeln, die es zu brechen gilt um seine eigenen Version von Religion zu finden. Sexualität, ausschweifende Partys und Drogenkonsum spielen in ihren Leben ebenso eine Rolle wie Gebete und traditionelle Kleidung und Wertvorstellungen. Taqwacore eben!


Es ist manchmal berührend, manchmal auch schockierend, aber immer faszinierend und brutal ehrlich, wie diese jungen Menschen ihre Art vom Islam suchen, finden und ausleben und öffnen so eine neue Sicht auf jede Art von Religionsauslebung, für welche Religion man sich auch immer entscheiden sollte. Es steht doch jedem frei, was er für sich einsaugt und verinnerlicht und was er, wie Rabeya, aus dem heiligen Schrift mit schwarzem Marker entfernt, weil es ihm einfach nicht passt. Yusuf selbst verdeutlicht, dass der Islam ein offnes Symbol ist, dass keine Dinge repräsentiere, sondern Ideen und diese Einstellung lässt sich auf jede xbeliebige Religion projezieren, ohne das die Aussage an Wert verliert.
Es ist bewegend, wie toleranter und fromm diese Punks doch ihm Kontrast doch zu ihren normalen Glaubensbrüdern sind und wie weltoffen und abgeklärt sie ihren Islam bewerten. 

Dieses Buch hilft ungemein, den Islam und seine Traditionen besser zu verstehen und sich davon ein Bild zu machen, dabei aber auch seine eigenen Identität zu hinterfragen und wie man selbst diese und andere Religionen abgestempelt hat. Hilfreich dabei ist auch das Glossar, am Ende des Buches, dass arabische Wörter und religiöse Begriffe vollkommen wertfrei erklärt.
Ich werde deswegen nicht zum Islam konvertieren, aber > Taqwacore< befasst sich neben dem Islam eben auch mit der Jugendkultur und mit der Banalität des Lebens überhaupt.
Der Leitspruch >Jeder Tag ist Aschura, jeder Ort ist Kerbela< ist ein Sprichwort der Shiiten und kann als andere, vielleicht sogar coolere Form von YOLO interpretiert werden, da Aschura einer der wichtigsten Feiertage der Shiiten ist und an Feiertagen, wie der Name schon andeutet, immer gefeiert wird. Feiern wir also unsere Göttern, unsere Traditionen aber auch unsere Revolten und das an jedem Tag, an jedem Ort.
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2010 wurde >Taqwacore< übrigens verfilmt, und auf Grundlage des Werkes eine von Knight geführte Dokumentation zum Thema Islam in der Neuzeit gedreht, nachdem das Buch wieder von der jahrelangen Zensur freigegen wurde. 
Zuvor wurde das Werk von Micheal Muhammad Knight zensiert, boykottiert und konfisziert. Das Buch gab es nur als Kopie unterm Ladentisch und entwickelte sich doch zu einem Untergrundhit der Szene, bis man nicht mehr anders konnte und das Buch wieder offiziell druckte. Heute ist es ein beliebtes Lehrmittel an den amerikanischen Universitäten und das sollte auch so bleiben, da es für mich eines der wohl verschreckensten, wie wichtigsten Aufklärungsstücke unserer heutigen Zeit darstellt, so komisch das jetzt auch klingen mag. Es ist genial aber absolut haram.


liebst
Elli 

Dienstag, 6. Januar 2015

Ein Wunderbonbon für die Haare

Hallihallo,

Gestern bin ich mal wieder durch dm gestrolcht und habe dabei ein tolles, neues Produkt aus der Haarabteilung gefunden. Neben dem Preisschild unter an dieser Aufstellerleiste war sogar ein kleiner Aufkleber, der fröhlich verkündete, dass das Produkt wirklich neu ist - also richtig heißer neuer Scheiß!

Kostenpunkt: 2,95€


Aufgefallen ist mir das Haarserum von Balea mit dem hübschen Namen 
> Beautiful Long Wunderserum< zuallerst und ,da gebe ich mich den Produktdesignern geschlagen, wegen der hübschen Farbe des Pumpspenders. Genau kann ich die Farbe nicht benennen, schließlich arbeite ich nicht bei Pantone, aber es ist halt so ein niedlicher Rosaton, der wie eine Perle schimmert und das hat mich halt angesprochen.

Das Serum selbst ist farblos, enthält dafür aber Inca Inchi- Öl, das mir zuvor vollkommen unbekannt war, aber scheinbar eine Wunderwaffe gegen Frizz sein soll und speziell für langes, beantspruchtes Haar entwickelt worden ist. Ich würde meine Haare jetzt schon in die Kategorie "lang und beansprucht" einorden, obwohl ich natürlich nicht weiß, ab wann man zu dieser Gruppe gehört, was mir aber auch relativ egal ist.
Neben dem Kampf gegen Frizz, zieht das Wunderserum auch gegen den altbekannten Feind " fliegende Haare" in den Kampf und geht dabei als Sieger vom Platz. Statische Aufladung hat gegen das bonbonfarbene Kraftpaket also keine Chance.
Was ich aber am besten finde, ist dass mein Haupthaar wunderbar weich und geschmeidig zu durchstromern ist, glänzt wie die der anomymen Dame auf der Flasche und dabei herrlich duftet. Auch den Duft kann ich als Laie nur schwerlich einordnen, aber meine Nasenflügel zuckten nur vor Begeisterung, als ich ihnen eine Strähne zum Schnuppern gab. 
Ich hatte natürlich kurzzeitig Bedenken, als ich das >Beautiful Long Wunderserum< in meinem handtuchtrockenen Haar verteilt hatte und erst danach gelesen habe, dass ich mit meinen gefühlten hundert Pumphüben zu viel genommen habe ( angemessen wären 2-3, aber wer zählt schon), aber nach dem Föhnen waren die Haare weder verklebt, noch blieben irgendwelche Rückstände - es war einfach nur hairlich!
( Was für ein Kracher, dieser überaus kreative und überhaupt nicht abgenutzte Wortwitz...)

Ich kann das Haarserum von Balea wirklich nur empfehlen, wie es schon vor mir die Frisure getan haben,( die sich laut der Verpackung dazu geäußert haben) und werde jetzt googlen, was Inca Inchi Öl überhaupt ist.

liebst
Elli

Montag, 5. Januar 2015

Göttliche Zeichen der Coolness

Hallihallo,

Ben Garrett wurde 1989 in der wunderschönen Hauptstadt Großbritanniens, London, geboren und wuchs auch in eben dieser Umgebung auf.  Zunächst lieh er seine fähigen Finger der Band > the Aneneomie< als Drummer, bevor er sein eigenes Projekt und den dazugehörigen Künstlernamen FrYars, der auch gerne einfach mit kleinem y geschrieben wird, wie es in diesem Post vornehmlich sein wird.


2009 erschien Fryars erstes, von ihm selbst als kritisch eingestuftes, Album 
> Dark Young Hearts<, dass  für nur wenig Aufsehen sorgte und eher als Geheimtipp gilt, wie auch sein zweites Album > Power< und Fryars als Künstler überhaupt. Zwischen den beiden Alben tourte er bereits als Voract für Goldfrapp und Vampire Weekend und wenn er mal ein paar Minütchen erübrigen konnte, schrieb und produzierte er Songs für andere hochangesehene Popacts wie Lily Allen ( jetzt ja Lily Rose Cooper), die den Briten für ein Genie hält und gar nicht genug davon kriegt, über ihren neuen Produzenten Fryars zu twittern.


Auch seinen Song >Cool like me< bezeichnen einige als einen Geniestreich, vereint er doch hier die religiösen Phrasen überzeugter Missionare und die ebenbürtige, wie konträre Selbstverwirklichung der Jugendkultur. Hört sich komisch an, ist aber recht schlau überlegt. Jeder Mensch trägt in gewisserweise seine eigene “ Mission“ in sich, für die er einsteht und die er verteidigen und verbreiten will, ansonsten gäbe es keine verschiedenen Strömungen innerhalb unserer Gesellschaft. Auch ist Fryars der Meinung, dass jeder sich die Verwirklichung seines Ichs selbst schuldig ist und eben seiner Mission folgen und sein Leben so leben sollte, wie er es für richtig hält um eben „ cool like me“. 
Coolness ist nämlich eine Eigenschaft, die jedem Menschen prinzipiell gegeben ist, aber oftmals von demjenigen nicht ausgeprägt wird, da ihm nicht bewusst ist, dass Coolness nur aus innerer Überzeugung ermöglicht werden kann und nicht durch eine  aufgesetzte Haltung. Fryars will uns also sagen, dass man zu sich und seiner Überzeugung stehen soll, ob sie nun beliebt ist, oder nicht, anstatt sich zu verstellen und einer Mode unterzuordnen. In meinem Englischraum. hängt in fetziger Schrift ein Zitat von Albert Einstein, dass diesen Umstand wohl am besten beschreibt: 

“What is right is not always popular and what is popular is not always right.”


Aber genug vom Song, kommen wir nun auch zum Video. Anders als von Fryars versprochen, schaffen es manche von uns Vielzellern doch nicht, die heilige Treppe der Coolness emporzuklettern. Im Video zu > Cool like me< wird man mit zwei jungen Männern konfrontiert, wie sie die Zeugen Jehovas nicht besser hätten modellieren können. In den ersten Szenen sieht man die Jungs beim Zähneputzen, Schuhe zubinden und dem gemeinsamen Frühstück mit einhergehenden Gebet. Danach wird sich aufs Klapprad geschwungen, stilecht mit Helmchen, und ins benachbarte Ghetto gedüst, wo die Ungläubigen auf die, den Weltuntergang preisende, Flyer und zwei Weißbrote mit verwirrenden Tanzbewegungen irgendwie nicht gewartet zu haben scheinen und unsere beiden Jungmissionare eher misstrauisch als niederkniend betrachten. Dennoch, und das empfand ich als ziemlich interessant, werden die beiden Radfahrer weder angegriffen noch aus dem Viertel gejagt. Schlussendlich, während die Jungs mal wieder einen ihrer gottesfürchtigen, epileptischen Tänzchen abhalten geschieht auch das prophezeite, auf Flyern gepresste Unheil. 


Ich liebe diesen Typen einfach. Wie er guckt...unbezahlbar

Insgesamt ein wirklich gelungenes Stück Musikvideomaterial, dass Herr Garret, der übrigens nicht mit Stargeier David Garret verwandt oder verschwägert ist, hier abgeliefert hat, mit dem er auch zusätzlich beweist, dass man auch mit Fahrradhelm, schwarz-weißer Uniform und hochgezogenen Tennissocken durchaus cool sein kann, wenn man nur zu sich und seiner Lebensphilosophie steht.





liebst 
Elli♥

Samstag, 3. Januar 2015

Unser Geburtstagskind

Hallihallo,
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Meine Damen und Herren, heute ist es für uns an der Zeit,
den Geburtstag einer jungen Dame zu huldigen, die vor einem Jahr duch die eifrigen Finger ihrer beiden Mütter auf die Internetwelt kam und sich bis zu diesem schönen Tage im Januar gut gemausert hat.
Die Rede ist natürlich von diesem Blog, der einst als Schneeweißchen und Rosenrot startete und jetzt eine Wandlung zu Loveli vollzogen hat, wie es sonst nur Wrestler und ehemalige Erotiksternchen schaffen. ( ja.... nein....)

Angefangen hat die junge Dame als Experiment zweier Freundinnen als Zeichen ihrer Liebe fürs Schreiben und Freundschaft, vergleichbar wie eine Blutsbruderschaft, nur eben ohne Blut und möglicher HIV-Übertragung.
Über die Monate ist sowohl die Intelligenz der Autorinnen als auch die Leserschaft des Blogs gewachsen und es ist immer wieder erschreckend, wie viele Anläufe ich doch immer noch brauch, um Intelligenz richtig zu schreiben. Schämen sollte ich mich!
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Schämen brauch sich hingegen unser Geburtstagskind nicht, hat es doch zwei liebende Mütter, die trotz Scheidung immer noch zu ihrem Baby halten und eine neue " flippige" Aufmachung samt Namensänderung erhalten.
Den Geburtstag unseres viralen Lieblingsmädchens werden Sophie und Ich wahrscheinlich diesen Monat ausgiebig zusammen feiern, wodurch der Januar hauptsächlich durch Geburtstagsfeierlichkeiten jedweder Art geprägt sein wird.
Es ist zwar komisch, dass unser Blog jetzt nur noch eine Mama hat, aber da Sophie mich in diese Szene eingeführt hat und mit mir zusammen den Blog gegründet hat, steht es nicht zur Diskussion, dass sie von den Feierlichkeiten entbunden wird. Das würde so viel Sinn machen wie ein Shoppingtrip ohne Papas Kreditkarte - nämlich gar keinen!



Feiern wir also so aufdringlich den Geburtstag unseres Lieblings, wie es Google gerade tut und freuen wir uns auf ein weiteres Jahr voller Irrsinn, Krawall und schlechtgemeinter Ratschläge, die ich mir regelmäßig aus den Fingern saugen werde und regelmäßigen Stalkerattacken von anderen Blogs mit anschließenden, äußerst skurrilen und verwirrenden Kommentaren - ja Mara, du bist gemeint :D.
Und die gute Intelligenz dabei wollen wir auch dieses Jahr nicht vergessen.

liebst
Elli




Freitag, 2. Januar 2015

Veränderungen....

Hallihallo,

So ok, ihr habt's wahrscheinlich gleich gemerkt, aber ich habe mir heute die Zeit genommen, den Blog zu bearbeiten. Er hat jetzt einen anderen Header und eine andere Adresse und ich hoffe, dass euch beides gefällt.

Ich weiß noch nicht genau, ob ich das Headerdesign so belasse oder ich da noch etwas verändere, zuallererst muss ich mich an meinen Header gewöhnen. Das dauert wahrscheinlich noch eine Weile....
Die Blogadresse lautet ab jetzt: http://loveli-girl.blogspot.de/

Ach ich freue mich so über den neuen Namen, werde ihn aber sofort für euch erklären, nicht das es zu Missverständnissen kommt. Ich bin sehr wohl der englischen Sprache mächtig und weiß, dass das Wort lovely normalerweise nicht mit einem >i< am Ende geschrieben wird. Lovely ist irgendwie mein Lieblingswort. Es hört sich einfach nur wunderhübsch an... eben so lieblich. Das >i< ist eine Anspielung auf meinen Spitznamen oder eben meinen richtigen Namen und in dem kommt kein >y< vor.
Weitere Veränderungen werden sich vielleicht noch ergeben und dann auch für euch ersichtlich sein. 

Was sagt ihr dazu? Ich freue mich auf eure Kommentare und Ideen.

liebst
Elli

Donnerstag, 1. Januar 2015

Glücklich geschieden

Hallihallo,

Ich habe jetzt eine, für mich selbst ziemlich schwierige, Ansage zu machen und ich sitze schon zehn Minuten an der Tastatur und starre hirnlos drauf, weil ich nicht weiß, was genau ich sagen soll.

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Also machen wir es möglichst kurz und schmerzlos:
Schneeweißchen und Rosenrot wird es so nicht mehr geben. Das bedeutet jetzt kein gnadenloses Aus für den Blog an sich, er wird nur nicht mehr so heißen und ich, Elise, besitze das alleinige Sorgerecht für unser Baby, was im Klartext auch bedeutet, dass Sophie abspringt und sich nun ausschließlich ihrem eigenen Blog widmet.

Es hat sich einfach für uns beide herauskristalisiert, dass diese Partnerschaft einfach nicht so funktioniert, wie wir sie uns anfänglich vorgestellt haben. Sophie hatte davor schon ihren eigenen Blog, den sie selbst großgezogen hat und ihm dementsprechend auch ihr Herz geschenkt hat. Würde sie, wie ich, sich nur mit einem Blog beschäftigen, wäre die Situation wahrscheinlich eine Andere, aber ich könnte und würde nie im Leben von ihr verlangen, zu Gunsten von Schneeweißchen und Rosenrot ihre große Liebe aufzugeben.
Ich wiederum habe diesen Blog sozusagen als Einstiegsdroge genutzt, bin mit ihm gewachsen und liebe ihn wie eine liebende Mutter, weswegen ich auch den Blog weiter durch die harten Stürme des Internetgewitters führen werde.
Es werden jetzt im Laufe dieses Monats einige Änderungen stattfinden, der Blog wird zum Beispiel anders heißen und eine andere Adresse bekommen. Auf diese Änderungen werde ich aber immer hinweisen und ihr werdet es ja eh selbst sehen.

Soweit dazu. Um es hier aber gleichzeitig klarzustellen: Sophie und ich haben uns nicht gestritten, sondern diesen Schritt zusammen besprochen. Wir sind immer noch sehr gute Freundinnen und diese Entscheidung wird daran auch nichts ändern. Uns beiden war aufgefallen, dass unsere Konzept nicht richtig funktioniert und wir haben uns gestern, während unsere Silvesterparty, darüber unterhalten und sind dann eben zu diesem Entschluss gelangt. Sophie wird sich selbst wahrscheinlich auch noch dazu äußern.
Das wollte ich nur noch sagen, nicht dass es hier zu Missverständnissen kommt.
Unseren Bloggeburtstag werden wir auch noch zusammen feiern und danach wird alles anders.

Das wars erstmal mit den Schockermeldungen. Hoffe ihr hattet einen tollen Eintritt ins neue Jahr und habt niemandem die Bude vollgekotzt.

liebst
Elli