Rebecca
Maria Gomez wurde 2. März vor gut 18 Jahren in Los Angeles geboren
und ist mittlerweile eher unter ihrem Künstlernamen Becky G bekannt
und von Millionen Teeniemädchen mit Zahnspange und Loomarmbändchen
heiß geliebt. Becky kann aber auch wieder alles, obwohl sie kein
gescheitertes Disneysklavenkind ist, so sagt ihre Wikipediaseite aus,
dass sie Sängerin, Rapperin, Schauspielerin und Tänzerin in einem
ist, wie einst die gute Destiny Hope Cyrus ( heute eher bekannt als
Geily Miley – um hier die Bravo mal zu zitieren)
Mit den
großen Größen der Teeniebranche möchte beautiful Becky aber nicht
in einen Topf geschmissen werden, da sie die neue Jennifer Lopez und
nicht die neue Selena Gomez werden möchte, obwohl die Variante eher
vom Nachnamen her passen würde. Zudem sehen die beiden auch echt ähnlich... mein ja nur.
Im
äußerst zarten Alter von genau 9 Jahren hatte Miss G ihre erste Mid
Life Crisis, weil sie nicht wusste, was sie mit ihrem Leben anstellen
sollte und ob sie auch ihre Musikkarriere verwirklichen könnte. ( Probleme muss man haben....) Zudem kam klein Becky aus eher ärmlichen Verhältnissen und wollte
unbedingt ihren Eltern helfen, damit sie beispielsweise die Miete
bezahlen konnten.
So begann sie früh in Werbefilmem mitzuwirken und
ihre Musikkarriere anzukurbeln.
Als sie
dann 2011 einen Coversong von Kayne Wests Song "Otis" auf
Youtube hochstellte wurde darauf der, mir unbekannte, Produzent Dr
Luke aufmerksam und nahm sie unter seine Fittiche. Mittlerweile zählt
sie laut der Times zu den 25 einflussreichsten Teenagern 2014 und
kann hin und wieder die Miete ihrer Eltern bezahlen.
Prinzipiell
bin ich nicht der extraordinäre Fan von solchen kleinen Mädels,
einfach weil sie mir noch zu glatt geleckt sind und jeder gleich
ausflippt und die Kinder vom Fernseher weggezerrt werden wenn die
ehemaligen Zauberer vom Waverly Place mal auf die sprichwörtliche
Kacke hauen, aus Angst die lieben Kleinen könnten sich was Falsches
abgucken und später Drogendealer werden. Becky G bildet da für mich
derzeit noch keine Ausnahme, obwohl sie eine echt niedliche und so
gar nicht makellose Zahnlücke besitzt. Wieso habe ich also die Zeit
aufgebracht, für sie mal in die Tasten zu hauen? Ganz einfach: weil
diese dämlichen klischeehaften Herzschmerzdramen kleiner Believer
doch immer wieder zu gehirnfressenden Ohrwürmern mutieren, die man
dann dämlich grinsend mitsummt und mit seiner Mädchengang lauthals
gröhlt, sobald auch nur die erste Zeile dieser Lieder erklingt. Und
> Shower< ist eben so ein Ohrwurm.
Der Text
ist inhaltlich so tiefgründig wie ein Becher Magerquark und ebenso
langlebig, aber die süße Zahnlücke durch die diese ausgewaschenen
Reime pfeifen ist echt niedlich. Es ist von der Situation her, wie
wenn dir ein Labradoodlewelpe auf den Schoß pinkelt. Total süß,
aber du weißt genau, wenn das Mistvieh das auch nur ein einziges Mal
wagen sollte geht's ab zum nächsten Chinaimbiss.
Ebenso
leicht, weil hohl wie eine Seifenblase ist auch das Musikvideo, in
dem Becky G wirklich zu allen Waffen greift. Fette Poolparty bei
Daddy, voll die coolen tätowierten Zahnstochertypen und Mädels, die
zwar gut aussehen, aber nicht so gut wie sie selbst. Und alle haben
sie tierisch viel Spaß und lieben sich voll. Der geheime Traum eines
jeden Teenagers. Einmal so fame sein wie Becky G. Ach kommt schon
Leute...echt?!
Hmm...was soll ich heute nur machen? Hach ich weiß doch auch nicht....
Wow jetzt habe ich voll die gute Idee. Wie wäre es mit einer echt fetten Party?
Und natürlich feiern wir die bei mir, denn ich keine die oberste Regel einer jeden Hausparty nicht: Sei nie der Gastgeber!
Deshalb dusche ich mich in Klamotten. Und natürlich trage ich ein weißes, halb durchsichtiges, gelöchertes Oberteil.
Hui! Haha! Guck mal was ich kann!
Gerade habe ich mit einem Feuerlöscher die Kerzen auf einem Kuchen ausgeblasen. Das meine ich aber gar nicht latent sexuell und den Kuchen kann man ja immer noch essen.
Jetzt liege ich hier voll süß und doch sexy am Pool und singe... was ich nicht alles kann.
Und meine Freunde sind auch so cool, deswegen gucke ich auch gar nicht angenervt.
Besonders der Typ ist total mein bester Freund, weil er aussieht wie Justin Bieber und ich wie Selena Gomez. Deswegen wende ich mich auch gar nicht ab, oder so.
Meine Freundinnen sind fast so süß wie ich...aber auch nur fast.
Meine Clique ist echt total nicht aufgesetzt und gecastet. Wir kennen uns schon voll lange..bestimmt drei Stunden, oder so.
Sogar mit Wunderkerzen in der Hand können wir noch tanzen. Wir sind so talentiert.
Und da ist er endlich. Mein Schwarm....
Man sieht zwar nicht sein Gesich, aber es ist Justin Bieber. Bestes Musikvideo ever!
Mir ist
durchaus verständlich, dass man sich schon diesen Lebensstil
wünscht, aber wieso sind mittlerweile so viele Musikvideos nur noch
damit beschäftigt, mir nahezulegen, dass ich jetzt auch mit so einem
muskelentfernten Strauch von einem Jungen zusammen sein muss und ich
jetzt nur noch im bauchfreien Shirt rumlaufen muss, um wirkliche
Freunde zu gewinnen, mit denen ich richtig viel Spaß haben kann? Was
soll das?
Das ist
so realitätsfern wie pubertär schwachsinnig. Ich kann mich
jedenfalls nicht damit identifizieren, weil ich ein Mensch bin....und
keine Zahnlücke. Das ist aber nur meine Meinung und wer Becky G für
die neue J. Lo hält und sie für ihre seichten Schnulzen liebt, soll
das ruhig machen. Für einen Ohrwurm der Extraklasse in der montäglichen Freistunde zusammen mit Lydi und Sophie reicht der Song allemal. :*
Außerdem singt Caro unter der Dusche. La La Di, La La Da, La La Da
Freunde
muss man haben. Nicht nur, weil der Mensch bekanntlich nicht fürs
Alleinsein geschaffen ist und es mit Humanoiden, die man aus
unerfindlichen Gründen halt einfach mag, lustiger ist als mit seinem
Spiegelbild (Egomanen nicht mit einbegriffen, denen reicht ja
schließlich ihr gespiegeltes Ich).
Besonders cool an Freunden ist
auch, jetzt mal abgesehen von einem ähnlichen Humor und gleichen
Interessen und dem ganzen Quatsch, ist doch immer noch, dass Freunde
dir oftmals hammergeile Dinge schenken, nur weil du dich in ihr Leben
geschmuggelt hast. Gut, das ist schon vergleichbar mit einer Familie,
aber schon ein altes Sprichwort besagt ja, dass man sich seine
Freunde aussuchen kann, die Familie aber nicht.
Der Unterschied ist
also ersichtlich. Obwohl ja alle Disneykinder wissen, dass es etwas
noch viel Wertvolleres als einen simplen Familienanschluss und plumpe
Freundeskreise gibt: eine richtige Ohana!
Ich
will euch jetzt aber nicht mit Sprüchen aus meinem nicht existenten
Freundesbuch vollsülzen, sondern wieder auf die erwähnten Geschenke
zurückkommen. Letztes Jahr war ja mal wieder Weihnachten, ja
wirklich, und wie schon 2013 haben Lydi, Sophie, Pia und ich ein
kleines, vorgeschobenes Weihnachten gefeiert. Es ist eigentlich eher
wie Wichteln, nur dass wir unsere Beschenkten nicht aussuchen sondern
einfach für die ganze Zickenherde Geld ausgeben. Es würde zu lange
dauern, die Großartigkeit aller Geschenke zu lobpreisen, weswegen
ich mir eins ausgesucht habe, dass ich einfach mal für meine eigenen
perfiden Pläne verwenden und als meine eigene Idee ausgegeben werde.
Das tut mir jetzt wirklich leid Pia, aber deswegen noch lange nicht
weh.
Pia
hat uns dieses Jahr ein selbstgemachtes Body Scrub gezaubert und in
selbstgekaufte Einweckgläser von Ikea gefüllt, um es auch
transportieren zu können. Ich war von dem Ergebnis total begeistert
und habe sie per steinzeitlicher SMS gefragt, ob sie mir ihr Rezept
verraten kann und da sie das bis Einsendeschluss
für diesen Post
nicht gemacht hat, bekommt sie dafür ein enttäuschtes
Kopfschütteln, weil ich notgedrungen selbst nachschlagen musste wie
man sowas machen kann und das war einfach nur eine Qual. Sowas bin
ich gar nicht mehr gewohnt, jetzt wo ich meinen gutbesuchten Blog und
meinen zigtausenden Follower habe, die allesamt meinen Blog nicht
mehr finden, weil ich zu aufgeregt war mal ein paar Tage zu warten,
bevor ich meine Adresse ändere.
Schlaues Mädchen.
Egal,
zurück zum Thema, sonst verzettele ich mich hier nur unnötig.
Body Scrubs also! Wie manscht man sowas zusammen?
Das Grundrezept ist
einfach und beliebig erweiterbar. Man nehme also:
200g Zucker und
130ml Öl.
Hierbei ist Körper – oder Babyöl zu empfehlen, obwohl
man notgedrungen auch normales Olivenöl verwenden kann. Damit es
noch fetziger wird, können die Experimentierfreudigen unter euch
noch Lebensmittelfarbe und Duftöle mit rein mischen. Sieht immer
bedeutend cooler aus, wenn man das Body Scrub verschenken möchte, so
wie Pia es gemacht hat und sie hat uns mit den hübschen Farben
wirklich umgehauen hat.
Angewendet
wird das Body Scrub während des Duschens, nachdem man sich gewaschen
hat. Einfach eine beliebige Menge ( meist reicht schon eine Hand
voll) aus dem Glas fischen und den gesamten Körper damit einreiben.
Kurz einwirken lassen und dann alles wieder abspülen. Was bleibt ist
eine zuckersüße, weiche Haut für die man seine Freundin einfach
nur küssen und knuddeln möchte.
Während
ich diesen Post schreibe, läuft übrigens zufällig gerade
Googelt
(oder nutzt eine andere bekannte Suchmaschine zur
Informationsbeschaffung) man den Musiker Ceri Frost, so erhält man,
neben ein paar Songs, genau nichts Genaues, nur eine kleine Website
und vereinzelt Kurzbiografien, die alle haargenau den selben Inhalt
wiedergeben und dadurch so viel über Ceri Frost verraten wie es ein
Sandkorn in der Wüste Gobi über den Atlantischen Ozean kann.
Man
sucht also bislang recht vergeblich die Nadel im Wikipediahaufen,
denn so sehr einige populäre Acts sich der Internetcommunity
entblößen, so zugeknöpft hält sich Ceri Frost mit seinem
Internetauftritt. Selbst sein stark verpixeltes Profilbild bei
Twitter enthält nur wenig nützliche Anhaltspunkte.
Bekannt
ist nur, dass der Herr in London geboren, aber in West Wales
großgezogen wurde und dann in Birmingham Komposition studiert hat
und jetzt eben diesen Beruf in Cardiff ausübt. Zusätzlich
produziert er Musik und tüfftelt auch gerne selbst an so manchen
Musikstückchen. Dabei ist sein Stil so unfassbar wie er selbst,
mischt er doch nach eigener Aussage den Pop der 60er, Folk und
Electronica mit klassischer Musik des 20ten Jahrhunderts. Wie sich
das anhören soll? Gar nicht mal so übel.
Ich
persönlich stehe ja total auf Animationsvideo. Sie verdeutlichen in
meinen Augen einfach Kreativität und Handwerkskunst in Reinform.
Videos mit fleischlichen Menschen haben auch ihren Reiz, keine Frage,
aber kleine Strichmännchen machen einfach mehr Arbeit und erfordern
nochmal eine Extraportion Hirnschmalz. Das Ceri Frost diesen Zuschlag
an Hirnwindungen besitzt, wird besonders im Musikvideo zu > Dead
All Along< deutlich.
Die
Story ist einfach erzählt und erinnert stark an eine Geschichte, die
sich ein Mann einmal auf einer Bootstour für kleine Kinder
ausgedacht hat. Die Rede ist hierbei von Lewis Carroll mit seinem
unsterblichen Werk für Liebhaber des Abstrusen und/oder Junkies auf
einem Trip.
Diesmal
gerät aber ein kleiner Junge in die einnehmenden Fänge eines Hasen,
der ihn in eine Höhle lockt, wo die merkwürdigsten Kreaturen schon
auf ihn warten um ihn zu einem Spiel einzuladen. Eigentlich möchte
der Junge wieder zurück zu seinen Eltern auf den englischen
Landsitz, aber ein, an den Herrn Luzifer angelehntes, lächelndes
Wesen überredet unseren jungen Helden, doch noch weiter Glühwürmchen
zu fangen. Die Zeit vergeht dabei tödlich schnell.
Das
Musikvideo zu > Dead All Along< verbindet zwei Dinge, die ich
seit meiner Kindheit liebe und deswegen feiere ich es so. Animationen
und der englische Landadel aus der guten, alten Zeit, in der Frauen
noch einschnürrende Korsetts trugen und Männer mit Schnurrbart
keine Hipter waren. Ich könnte mir das Video stundenlang ansehen,
aber wahrscheinlich würde ich dann auch wie unser kleiner
Glühwürmchenjäger enden. Also merkt euch liebe Kinder: Rennt nie
einem Hasen hinterher!
Auf
dieses Buch bin ich wirklich rein zufällig gestoßen, als ich mal
wieder hirnlos suchend durchs weltweite Netz gesurft bin. Ich weiß
nicht einmal mehr, ob und was ich überhaupt gesucht habe, aber das
spielt auch gar keine Rolle, weshalb ich hier nicht meinen gesamten
Suchverlauf niederschreiben werde. Entscheidend ist eher, was ich
damals gefunden habe und zwar ein überaus aufrührerisches Zitat aus
einem ebenso unangepassten Buch. Mir war sofort klar, dass ich dieses
Buch unbedingt lesen musste, hatte aber keinen blassen Schimmer, was
mich überhaupt erwarten würde.
Michael
Muhammad Knight bezeichnete > Taqwacore< einmal als seine
Rettungsleine, die seinen Glauben rettete. 1977 in New Jersey geboren
wuchs Knight als Katholik auf, konvertierte, nachdem er als Teenager
die Autobiographie vom Menschenrechtsaktivisten Malcom X gelesen
hatte, zum Islam. Jung und unerfahren wie er damals war, wurde sein
Glauben immer fanatischer, bis er mit 16 in den Djihad ziehen wollte.
Erstmals beschlichen ihn ernsthafte Zweifel, was seine Auslegung des
Korans betraf und er gab diesen Wunsch glücklicherweise auf.
Auf der
eigenen Suche nach seinem Islam, schrieb er 2003 das
Manifest der Muslim Punks überall auf dem Globus und benannte es
nach den Anhängern, der anfänglich kleinen aber stetig wachsende
Gemeinde – > The Taqwacores<.
Sein drastisches Werk war als
sein eigener Abschied vom Islam gedacht, wobei Knight, wie er selbst
sagt, dabei nie die Absicht hatte, diese Religion auszuhöhlen, er
wolle nur ihn in seinem Leben möglich machen. Diese Kernessenz
bildet das Gerüst für >Taqwacore< und aller Anhänger dieses
Lebensgefühl, im Buch wie in der Realität.
Grün ist die anerkannte Farbe des Propheten und des Islams
Bevor
auf das Buch >Taqwacore< eingegangen wird, muss zuvor noch der
Begriff Taqwacore erläutert werden. Das Wort ist Neologismus,
geschaffen aus dem arabischen Wort Taqwa,
dass übersetzt als Gotteserfurcht zu verstehen ist und dem
englischen Wort Hardcore. Taqwacore bezeichnet also ein Genre des
Punk, der eng mit dem Islam verwunden ist, oder eben eine Kleingruppe
des Islam, der eng mit dem Punk in Verbindung steht – das kann man
sehen, wie man will. Der Begriff wurde im Übrigen von Michael
Muhammad Knight geprägt, der als Erste für diese, seit den 90er
bestehende Musikströmung einen Namen fand, mit dem sich heute die
meisten Taqwacore – Bands, wie beispielsweise The Kominas, identifizieren können. Taqwacore
bezeichnet aber mehr ein Lebens – und Glaubensgefühl, als schlicht
eine Musikrichtung.
Für alle, die es wissen wollen - das ist übrigens das Cover :D
Nun
aber zum Buch. Yusuf ist ein gläubiger Moslem und studiert in
Buffalo, New York Ingenieurswissenschaften. Um dort auch richtig
anzukommen, zieht er in eine WG von Muslimen ein und verkündet das
seinen Eltern, die natürlich davon angetan sind, dass ihr Sohn bei
Muslimen lebt und betet und seine Religion nicht durch ein
Studentenwohnheim gestört werden kann. Ab diesem Telefonat
überweisen Yusufs Eltern jeden Monat pünktlich die Miete. Was sie
nicht wissen können, ist, dass diese WG, auf den ersten Blick,
soviel mit dem Islam gemein hat, wie eine Pornodarstellerin mit einem
Keuschheitsgürtel.
Da
wäre zum einem Jehangir, ein Punk mit gelb gefärbten Iro, der sich
gerne und viel betrinkt und von Yusuf als Hurenbock bezeichnet und
als Bruder geliebt, gar verehrt wird. Er besuchte als Jugendlicher
mit seinem Onkel die wichtigsten Wallfahrtsorte aller Religionen und
berichtet mit liebevoller Euphorie von der Taqwacoreszene in
Kalifornien.
Fasiq
wiederum findet man meistens auf dem Dach des Hauses sowohl mit Koran
als auch mit Joint in der Hand. Er ist ein Skater und schmückt sein
Haupt mit 4-5 orangefarbenen Spitzen. Er arbeit sozusagen in der
Pharmabranche und vertickt seinen Stoff an Junkies wie Ayyub, mit dem
er sich regelmäßig um das bessere Sofa streitet, da für beide kein
eigenes Zimmer in der WG zur Verfügung steht.
Amazing
Ayyub ist wie schon berichtet ein Junkie, der am liebsten ohne Shirt
rum läuft um sein Kerbala – Tattoo zu präsentieren. Er hat hin
und wieder einen kleinen Job, wie an der Tankstelle, die er aber
immer wieder verliert, weil er potenziellen Kunden schon mal ins Auto
spuckt. Sein Lieblingssong scheint > Hey Little Rich Boy< von
Sham 69 zu sein, da er immer, wenn Yusuf in der Nähe ist, diesen
Song in voller Lautstärke aufdreht und den Refrain gröhlt.
Rabeya
ist das einzige Mädchen in der WG und trägt eine mit Bandaufnähern
verzierte Burka, die sie auch beim Sex nicht auszieht. Sie ist trotz
dessen überzeugte Feministin und konfrontiert ihre männlichen
Mitbewohner gerne mit unangenehmen Passagen aus dem Koran und leitet,
anders als im Islam üblich, auch als Iman die Gebetszeremonien der
WG. Rabeya scherzt zudem darüber, dass sie die einfachste Lösung gefunden hätte um Umar zu vertreiben, da sie eine Vagina besäße und das schon ausreiche.
Yusuf
sieht in Umar den einzig richtigen Muslim in der verkorksten Gang, da
er die Sunna penibel ausübt und sich an alle Vorschriften des Islams
hält. Er ist zudem Straight – Edge und hat sich diese Überzeugung
in Form von einem charakteristischen, schwarzen >X< auf beide
Handrücken tätowieren lassen, die neben einigen anderen, religiösen
Motiven seinen Körper zieren. Eben diese Tattoos machen es ihm
jedoch unmöglich, je wieder eine normale Moschee zu betreten, da
auch Tattoos haram sind. Umar gerät oft in Streitigkeiten mit
Jehangir, da sie aufeinander wirken wie Feuer und Eis.
ich liebe Yusufs Kurzbeschreibung einfach nur :D
Yusuf
selbst bezeichnet sich selbst als einen unscheinbaren Mitläufer, der
die Kamera hält, wenn Jehangir ein unnachahmlicher Skateboardstunt
gelingt, selbst aber noch nie auf den rollenden Brettern stand. Er
trägt keine Punkklamotten sondern ganz einfach Klamotten, von denen
er nicht einmal die Marke weiß, da er sie einfach so im
Einkaufszentrum gekauft hat. Yusuf öffnet sich vorurteilsfrei seiner
neuen Clique, kann aber oftmals nicht mitreden. Von Jehangir erhält
er viele Informationen über Bands und das allgemeine Lebensgefühl
des Taqwacore, ohne dabei diesen als seine Auffassung des Islams
aufzunehmen. Anfänglich ist er sehr unerfahren und strauchelt, wenn
Rabeya ihn nach seiner Masturbation befragt. Später aber wichst er
sogar in einem von ihren Burkas, die sie ihm geschenkt hat, nachdem
er sie gefragt hatte, wie sich das so anfühlt. Auch
wenn er sich selbst nicht als wichtig für die WG erachtet, wirkt er
doch wie das Bindeglied zwischen den verschiedenen, verkappten
Individuen, da er eben offen und tolerant auf alle von ihnen und ihre
Meinungen eingeht und versucht, sie zu verstehen.
Die
Story dreht sich nun um eben diese WG in Buffalo und einige andere
Gestalten, die sozusagen den Islam 2.0 bilden und sich selbst darin
entdecken wollen. Sie brechen mit alten Traditionen, betrinken sich
nach dem Fastengebet und erweichen doch, wenn sie gemeinsam ihr Gebet
mit einem wohlig klingenden >AMEN< beschließen. Sie hören in
Songs von Iggy Pop und Sid Vicious Lobpreisungen an Allah heraus und
zitieren aus dem Koran, sobald ein interreligiöse Problem diskutiert
wird.
Auch wenn Punk und Islam zunächst als ein trennendes Mittel
erscheint, stellen die beiden Begriffe keinen Widerspruch zueinander
da. Im Gegenteil: der Punk eröffnet für sie neue Weltanschauungen,
der Islam lässt sie dabei aber nicht im Sumpf der Verwahrlosung
ertrinken und bietet ihnen feste Regeln, die es zu brechen gilt um
seine eigenen Version von Religion zu finden. Sexualität,
ausschweifende Partys und Drogenkonsum spielen in ihren Leben ebenso
eine Rolle wie Gebete und traditionelle Kleidung und
Wertvorstellungen. Taqwacore eben!
Es
ist manchmal berührend, manchmal auch schockierend, aber immer
faszinierend und brutal ehrlich, wie diese jungen Menschen ihre Art
vom Islam suchen, finden und ausleben und öffnen so eine neue Sicht
auf jede Art von Religionsauslebung, für welche Religion man sich
auch immer entscheiden sollte. Es steht doch jedem frei, was er für
sich einsaugt und verinnerlicht und was er, wie Rabeya, aus dem
heiligen Schrift mit schwarzem Marker entfernt, weil es ihm einfach
nicht passt. Yusuf selbst verdeutlicht, dass der Islam ein offnes
Symbol ist, dass keine Dinge
repräsentiere,
sondern Ideen
und
diese Einstellung lässt sich auf jede xbeliebige Religion
projezieren, ohne das die Aussage an Wert verliert.
Es
ist bewegend, wie toleranter und fromm diese Punks doch ihm Kontrast
doch zu ihren normalen Glaubensbrüdern sind und wie weltoffen und
abgeklärt sie ihren Islam bewerten.
Dieses
Buch hilft ungemein, den Islam und seine Traditionen besser zu
verstehen und sich davon ein Bild zu machen, dabei aber auch seine
eigenen Identität zu hinterfragen und wie man selbst diese und andere Religionen abgestempelt hat. Hilfreich dabei ist auch das Glossar, am Ende des Buches, dass arabische Wörter und religiöse Begriffe vollkommen wertfrei erklärt.
Ich werde deswegen nicht zum Islam konvertieren, aber > Taqwacore< befasst sich neben dem Islam eben auch mit der Jugendkultur und mit der Banalität des Lebens überhaupt.
Der Leitspruch >Jeder Tag ist Aschura, jeder Ort ist Kerbela< ist ein Sprichwort der Shiiten und kann als andere, vielleicht sogar coolere Form von YOLO interpretiert werden, da Aschura einer der wichtigsten Feiertage der Shiiten ist und an Feiertagen, wie der Name schon andeutet, immer gefeiert wird. Feiern wir also unsere Göttern, unsere Traditionen aber auch unsere Revolten und das an jedem Tag, an jedem Ort.
2010 wurde >Taqwacore< übrigens verfilmt, und auf Grundlage des Werkes eine von Knight geführte Dokumentation zum Thema Islam in der Neuzeit gedreht, nachdem das Buch wieder von der jahrelangen Zensur freigegen wurde. Zuvor wurde das Werk von Micheal Muhammad Knight zensiert, boykottiert und konfisziert. Das Buch gab es nur als Kopie unterm Ladentisch und entwickelte sich doch zu einem Untergrundhit der Szene, bis man nicht mehr anders konnte und das Buch wieder offiziell druckte. Heute ist es ein beliebtes Lehrmittel an den amerikanischen Universitäten und das sollte auch so bleiben, da es für mich eines der wohl verschreckensten, wie wichtigsten Aufklärungsstücke unserer heutigen Zeit darstellt, so komisch das jetzt auch klingen mag. Es ist genial aber absolut haram.
Hallihallo, Gestern bin ich mal wieder durch dm gestrolcht und habe dabei ein tolles, neues Produkt aus der Haarabteilung gefunden. Neben dem Preisschild unter an dieser Aufstellerleiste war sogar ein kleiner Aufkleber, der fröhlich verkündete, dass das Produkt wirklich neu ist - also richtig heißer neuer Scheiß!
Kostenpunkt: 2,95€
Aufgefallen ist mir das Haarserum von Balea mit dem hübschen Namen > Beautiful Long Wunderserum< zuallerst und ,da gebe ich mich den Produktdesignern geschlagen, wegen der hübschen Farbe des Pumpspenders. Genau kann ich die Farbe nicht benennen, schließlich arbeite ich nicht bei Pantone, aber es ist halt so ein niedlicher Rosaton, der wie eine Perle schimmert und das hat mich halt angesprochen. Das Serum selbst ist farblos, enthält dafür aber Inca Inchi- Öl, das mir zuvor vollkommen unbekannt war, aber scheinbar eine Wunderwaffe gegen Frizz sein soll und speziell für langes, beantspruchtes Haar entwickelt worden ist. Ich würde meine Haare jetzt schon in die Kategorie "lang und beansprucht" einorden, obwohl ich natürlich nicht weiß, ab wann man zu dieser Gruppe gehört, was mir aber auch relativ egal ist. Neben dem Kampf gegen Frizz, zieht das Wunderserum auch gegen den altbekannten Feind " fliegende Haare" in den Kampf und geht dabei als Sieger vom Platz. Statische Aufladung hat gegen das bonbonfarbene Kraftpaket also keine Chance. Was ich aber am besten finde, ist dass mein Haupthaar wunderbar weich und geschmeidig zu durchstromern ist, glänzt wie die der anomymen Dame auf der Flasche und dabei herrlich duftet. Auch den Duft kann ich als Laie nur schwerlich einordnen, aber meine Nasenflügel zuckten nur vor Begeisterung, als ich ihnen eine Strähne zum Schnuppern gab. Ich hatte natürlich kurzzeitig Bedenken, als ich das >Beautiful Long Wunderserum< in meinem handtuchtrockenen Haar verteilt hatte und erst danach gelesen habe, dass ich mit meinen gefühlten hundert Pumphüben zu viel genommen habe ( angemessen wären 2-3, aber wer zählt schon), aber nach dem Föhnen waren die Haare weder verklebt, noch blieben irgendwelche Rückstände - es war einfach nur hairlich! ( Was für ein Kracher, dieser überaus kreative und überhaupt nicht abgenutzte Wortwitz...) Ich kann das Haarserum von Balea wirklich nur empfehlen, wie es schon vor mir die Frisure getan haben,( die sich laut der Verpackung dazu geäußert haben) und werde jetzt googlen, was Inca Inchi Öl überhaupt ist. liebst Elli♥
Ben Garrett wurde 1989 in der wunderschönen Hauptstadt
Großbritanniens, London, geboren und wuchs auch in eben dieser Umgebung
auf. Zunächst lieh er seine fähigen
Finger der Band > the Aneneomie< als Drummer, bevor er sein eigenes
Projekt und den dazugehörigen Künstlernamen FrYars, der auch gerne einfach mit
kleinem y geschrieben wird, wie es in diesem Post vornehmlich sein wird.
2009 erschien Fryars erstes, von ihm selbst als kritisch
eingestuftes, Album
> Dark Young Hearts<, dass für nur wenig Aufsehen sorgte und eher als
Geheimtipp gilt, wie auch sein zweites Album > Power< und Fryars als
Künstler überhaupt. Zwischen den beiden Alben tourte er bereits als Voract für
Goldfrapp und Vampire Weekend und wenn er mal ein paar Minütchen erübrigen
konnte, schrieb und produzierte er Songs für andere hochangesehene Popacts wie
Lily Allen ( jetzt ja Lily Rose Cooper), die den Briten für ein Genie hält und gar
nicht genug davon kriegt, über ihren neuen Produzenten Fryars zu twittern.
Auch seinen Song >Cool like me< bezeichnen einige
als einen Geniestreich, vereint er doch hier die religiösen Phrasen überzeugter
Missionare und die ebenbürtige, wie konträre Selbstverwirklichung der
Jugendkultur. Hört sich komisch an, ist aber recht schlau überlegt. Jeder
Mensch trägt in gewisserweise seine eigene “ Mission“ in sich, für die er
einsteht und die er verteidigen und verbreiten will, ansonsten gäbe es keine
verschiedenen Strömungen innerhalb unserer Gesellschaft. Auch ist Fryars der
Meinung, dass jeder sich die Verwirklichung seines Ichs selbst schuldig ist und
eben seiner Mission folgen und sein Leben so leben sollte, wie er es für
richtig hält um eben „ cool like me“.
Coolness ist nämlich eine Eigenschaft,
die jedem Menschen prinzipiell gegeben ist, aber oftmals von demjenigen nicht
ausgeprägt wird, da ihm nicht bewusst ist, dass Coolness nur aus innerer
Überzeugung ermöglicht werden kann und nicht durch eine aufgesetzte Haltung. Fryars will uns also
sagen, dass man zu sich und seiner Überzeugung stehen soll, ob sie nun beliebt
ist, oder nicht, anstatt sich zu verstellen und einer Mode unterzuordnen. In
meinem Englischraum. hängt in fetziger Schrift ein Zitat von Albert Einstein, dass diesen Umstand
wohl am besten beschreibt:
“What is right is not always popular and what is popular is not always right.”
Aber genug vom Song, kommen wir nun auch zum Video.
Anders als von Fryars versprochen, schaffen es manche von uns Vielzellern doch
nicht, die heilige Treppe der Coolness emporzuklettern. Im Video zu > Cool
like me< wird man mit zwei jungen Männern konfrontiert, wie sie die Zeugen
Jehovas nicht besser hätten modellieren können. In den ersten Szenen sieht man
die Jungs beim Zähneputzen, Schuhe zubinden und dem gemeinsamen Frühstück mit
einhergehenden Gebet. Danach wird sich aufs Klapprad geschwungen, stilecht mit
Helmchen, und ins benachbarte Ghetto gedüst, wo die Ungläubigen auf die, den
Weltuntergang preisende, Flyer und zwei Weißbrote mit verwirrenden
Tanzbewegungen irgendwie nicht gewartet zu haben scheinen und unsere beiden
Jungmissionare eher misstrauisch als niederkniend betrachten. Dennoch, und das
empfand ich als ziemlich interessant, werden die beiden Radfahrer weder
angegriffen noch aus dem Viertel gejagt. Schlussendlich, während die Jungs mal
wieder einen ihrer gottesfürchtigen, epileptischen Tänzchen abhalten geschieht
auch das prophezeite, auf Flyern gepresste Unheil.
Ich liebe diesen Typen einfach. Wie er guckt...unbezahlbar
Insgesamt ein wirklich
gelungenes Stück Musikvideomaterial, dass Herr Garret, der übrigens nicht mit
Stargeier David Garret verwandt oder verschwägert ist, hier abgeliefert hat, mit
dem er auch zusätzlich beweist, dass man auch mit Fahrradhelm, schwarz-weißer
Uniform und hochgezogenen Tennissocken durchaus cool sein kann, wenn man nur zu
sich und seiner Lebensphilosophie steht.
Meine Damen und Herren, heute ist es für uns an der Zeit, den Geburtstag einer jungen Dame zu huldigen, die vor einem Jahr duch die eifrigen Finger ihrer beiden Mütter auf die Internetwelt kam und sich bis zu diesem schönen Tage im Januar gut gemausert hat. Die Rede ist natürlich von diesem Blog, der einst als Schneeweißchen und Rosenrot startete und jetzt eine Wandlung zu Loveli vollzogen hat, wie es sonst nur Wrestler und ehemalige Erotiksternchen schaffen. ( ja.... nein....) Angefangen hat die junge Dame als Experiment zweier Freundinnen als Zeichen ihrer Liebe fürs Schreiben und Freundschaft, vergleichbar wie eine Blutsbruderschaft, nur eben ohne Blut und möglicher HIV-Übertragung. Über die Monate ist sowohl die Intelligenz der Autorinnen als auch die Leserschaft des Blogs gewachsen und es ist immer wieder erschreckend, wie viele Anläufe ich doch immer noch brauch, um Intelligenz richtig zu schreiben. Schämen sollte ich mich!
Schämen brauch sich hingegen unser Geburtstagskind nicht, hat es doch zwei liebende Mütter, die trotz Scheidung immer noch zu ihrem Baby halten und eine neue " flippige" Aufmachung samt Namensänderung erhalten. Den Geburtstag unseres viralen Lieblingsmädchens werden Sophie und Ich wahrscheinlich diesen Monat ausgiebig zusammen feiern, wodurch der Januar hauptsächlich durch Geburtstagsfeierlichkeiten jedweder Art geprägt sein wird. Es ist zwar komisch, dass unser Blog jetzt nur noch eine Mama hat, aber da Sophie mich in diese Szene eingeführt hat und mit mir zusammen den Blog gegründet hat, steht es nicht zur Diskussion, dass sie von den Feierlichkeiten entbunden wird. Das würde so viel Sinn machen wie ein Shoppingtrip ohne Papas Kreditkarte - nämlich gar keinen!
Feiern wir also so aufdringlich den Geburtstag unseres Lieblings, wie es Google gerade tut und freuen wir uns auf ein weiteres Jahr voller Irrsinn, Krawall und schlechtgemeinter Ratschläge, die ich mir regelmäßig aus den Fingern saugen werde und regelmäßigen Stalkerattacken von anderen Blogs mit anschließenden, äußerst skurrilen und verwirrenden Kommentaren - ja Mara, du bist gemeint :D. Und die gute Intelligenz dabei wollen wir auch dieses Jahr nicht vergessen. liebst Elli♥
Hallihallo, So ok, ihr habt's wahrscheinlich gleich gemerkt, aber ich habe mir heute die Zeit genommen, den Blog zu bearbeiten. Er hat jetzt einen anderen Header und eine andere Adresse und ich hoffe, dass euch beides gefällt. Ich weiß noch nicht genau, ob ich das Headerdesign so belasse oder ich da noch etwas verändere, zuallererst muss ich mich an meinen Header gewöhnen. Das dauert wahrscheinlich noch eine Weile.... Die Blogadresse lautet ab jetzt: http://loveli-girl.blogspot.de/
Ach ich freue mich so über den neuen Namen, werde ihn aber sofort für euch erklären, nicht das es zu Missverständnissen kommt. Ich bin sehr wohl der englischen Sprache mächtig und weiß, dass das Wort lovely normalerweise nicht mit einem >i< am Ende geschrieben wird. Lovely ist irgendwie mein Lieblingswort. Es hört sich einfach nur wunderhübsch an... eben so lieblich. Das >i< ist eine Anspielung auf meinen Spitznamen oder eben meinen richtigen Namen und in dem kommt kein >y< vor. Weitere Veränderungen werden sich vielleicht noch ergeben und dann auch für euch ersichtlich sein. Was sagt ihr dazu? Ich freue mich auf eure Kommentare und Ideen. liebst Elli
Hallihallo, Ich habe jetzt eine, für mich selbst ziemlich schwierige, Ansage zu machen und ich sitze schon zehn Minuten an der Tastatur und starre hirnlos drauf, weil ich nicht weiß, was genau ich sagen soll.
Also machen wir es möglichst kurz und schmerzlos: Schneeweißchen und Rosenrot wird es so nicht mehr geben. Das bedeutet jetzt kein gnadenloses Aus für den Blog an sich, er wird nur nicht mehr so heißen und ich, Elise, besitze das alleinige Sorgerecht für unser Baby, was im Klartext auch bedeutet, dass Sophie abspringt und sich nun ausschließlich ihrem eigenen Blog widmet. Es hat sich einfach für uns beide herauskristalisiert, dass diese Partnerschaft einfach nicht so funktioniert, wie wir sie uns anfänglich vorgestellt haben. Sophie hatte davor schon ihren eigenen Blog, den sie selbst großgezogen hat und ihm dementsprechend auch ihr Herz geschenkt hat. Würde sie, wie ich, sich nur mit einem Blog beschäftigen, wäre die Situation wahrscheinlich eine Andere, aber ich könnte und würde nie im Leben von ihr verlangen, zu Gunsten von Schneeweißchen und Rosenrot ihre große Liebe aufzugeben. Ich wiederum habe diesen Blog sozusagen als Einstiegsdroge genutzt, bin mit ihm gewachsen und liebe ihn wie eine liebende Mutter, weswegen ich auch den Blog weiter durch die harten Stürme des Internetgewitters führen werde. Es werden jetzt im Laufe dieses Monats einige Änderungen stattfinden, der Blog wird zum Beispiel anders heißen und eine andere Adresse bekommen. Auf diese Änderungen werde ich aber immer hinweisen und ihr werdet es ja eh selbst sehen. Soweit dazu. Um es hier aber gleichzeitig klarzustellen: Sophie und ich haben uns nicht gestritten, sondern diesen Schritt zusammen besprochen. Wir sind immer noch sehr gute Freundinnen und diese Entscheidung wird daran auch nichts ändern. Uns beiden war aufgefallen, dass unsere Konzept nicht richtig funktioniert und wir haben uns gestern, während unsere Silvesterparty, darüber unterhalten und sind dann eben zu diesem Entschluss gelangt. Sophie wird sich selbst wahrscheinlich auch noch dazu äußern. Das wollte ich nur noch sagen, nicht dass es hier zu Missverständnissen kommt. Unseren Bloggeburtstag werden wir auch noch zusammen feiern und danach wird alles anders. Das wars erstmal mit den Schockermeldungen. Hoffe ihr hattet einen tollen Eintritt ins neue Jahr und habt niemandem die Bude vollgekotzt. liebst Elli ♥