Mittwoch, 11. Juni 2014

AUSGELESEN #1

Hallöchen (:

In letzter Zeit, habe ich wieder sehr viel gelesen und da sind schon einige Bücher zusammengekommen. Ich habe hier mal eine kleine Anzahl von diesen vorstellen. 


Was vielleicht etwas komisch klingt, aber ich mag es Horrorbiografien zu lesen, dass heiße Menschen schreiben über ihre schlimmste Zeit in ihrem Leben. Und am meisten gehen die Bücher dann in die Magersucht- und Bulemierichtung. Eins dieser Bücher ist "KONTROLLIERT AUßER KONTROLLE- DAS TAGEBUCH EINER MAGERSÜCHTIGEN" von Hanna- Charlotte Blumroth von Lehn. Ich glaube, viele kennen sie von SternTV, denn dort war die einmal zu Gast und redete über ihre Krankheit: die Magersucht. 
Das Buch beginnt damit, dass sie das erste Mal sich mit Absicht übergibt, weil sie denkt, sie hat zu viel gegessen. Und dann steigert sie sich weiter in die Krankheit hinein und wird immer dünner und dünner. ich möchte auch nichts weiter verraten, aber ich kann sagen, mit dem Ende bin ich überhaupt nicht zufrieden. Das Schlimmste ist dabei auch, dass es ja wirklich passiert ist und noch passiert. 
Im ganzen Buch wollte ich sie anschreien, dass sie essen soll und ihrer Mutter nicht das Herz brechen soll, aber dann kommen ihre Gedanken, wo sie sagt, dass sie ja aufhören will, aber es nicht kann und dann doch wieder weitermachen will. Es gibt soo viele Momente, in denen ich das Buch weglegen wollte und sagen wollte "So Fräulein, es interessiert mich jetzt überhaupt nicht mehr, was du hier abziehst! Du bist zum Schluss selber Schuld, dass du sterben wirst und ich will nicht sehen, wie die Menschen umdich herum leiden. Also benimm dich und ESSE!" Aber so leicht ich das hier sage, umso schwieriger wird es für sie, herauszukommen, denn sie ist gaanz tief in der Krankheit gefangen. 
Etwas besonderes an dem Buch, ist auch das Titelfoto, denn es ist ganz schwarz- weiß, außer ihre Augen, die farbig geblieben sind. Ich interpretiere es so, dass die Augen die winzig kleine Hoffnung darstellen, die noch in ihr steckt und den sie so gerne anwenden würde. 
Das Buch bieten einen sehr guten Einblick in ihr Leben mit der Krankheit. Ich liebe es zu essen, und wenn ich dann lese, was sie alles macht um nichts zu essen, wird mir übel und ich gehe zum Kühlschrank und esse doppelt so viel, mit der Hoffnung, sie bemerkt es und nimmt damit zu!




In letzter Zeit, lese ich sehr sehr gerne Politikbüchern und Biografien.
Eins dieser Kategorie, ist "ZUG UM ZUG" vom Altkanzler Helmut Schmidt und dem ehemaligen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück.
Die beiden Rede in einem Gespräch über aktuelle Geschehnisse in der Politik und auch über Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind. 

Das Buch ist wirklich sehr unterhaltsam, weil sie mit den Jahren Freunde wurde und sie behandeln sich auch als diese. Auch merkt man, dass Peer Steinbrück sehr großen Respekt vor den 29 Jahre älteren Schmidt hat.
Man lernt auf eine interessante Art und Weise sehr viel über unsere (politische) Geschichte und man liest es aus einer Perspektive, die Lehrer einfach nicht rüberbringen können, weil sie nicht an den ganzen Dingen beteiligt waren. Also sie haben es miterlebt, aber waren nicht die Personen, die bestimmte Verträge unterschrieben oder mit den bestimmten Personen diese Gespräche geführt haben.





Um bei den Biografien zu bleiben,  stelle ich als nächstes eine Autobiografie vor:  "DIE FRAU AN SEINER SEITE - LEBEN UND LEIDEN DER HANNERLORE KOHL" welche der Journalist Heribert Schwan nach dem Tod Frau Kohl veröffentlicht hat. Schwan kennt die ehemalige Kanzlerfrau sehr gut, denn er war einer der Journalisten, denen Hannelore Kohl vertraut. So weiß er auch, wie ihr Leben war und wie sie sich in jeder Situation gefühlt hat. Auch weiß er, wieso sie Selbstmord begann und er schreibt das ganze Buch auch so, dass man diesen Abschied aus dem Leben auch verstehen kann, was für mich trotzdem kein Ausweg ist!!! Selbstmord ist keine Lösung, nicht mal für ihr Leben, denn man hätte die Probleme auch anders lösen können. Diesen Punkt beschreibt Schwan nicht so gut... er schneidet dieses Thema auch sehr kurz an, was ich sehr schade finde, denn das Buch wurde so geschrieben, dass es alles auf den Tod zurückläuft. Das heißt, auch wenn man nichts über die Frau weiß, weiß man schon ab der Hälfte des Buches, dass sie sterben wird. Aber allgemein ist es eine gute Autobiografie, denn es stellt das Leben der Frau an der Seite von Helmut Kohl  dar. Und ich denke jede Frau eines Kanzler fühlt sich vielleicht auch so alleine. Manche können damit besser umgehen, aber Hannelore Kohl konnte es nicht, denn das Psychische war schon bei ihr "vorbelastet". In der Öffentlichkeit tat sie so, als gehe es ihr gut, aber Innerlich war sie zerstört. Und ihr Mann hatte keine/ kaum Zeit um ihr beizustehen und ihr zu helfen...


"5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen- Einsicht, die Ihr Leben verändern werden" von Bronnie Ware hat mein Leben wirklich in einem bestimmten Thema verändert: den Tod.
Bronnie Ware arbeitete eine Weile als Songwriterin. Doch dann wollte sie etwas anderes aus ihrem Leben machen und betreute dann sterbenden Menschen. Dabei lernte sie, was im Leben wichtig ist. 
Das Buch hat meine Sicht auf den Tod wirklich verändert. Früher hatte ich Angst, zu sterben. Warum weiß ich nicht genau... Ich wollte einfach nie sterben, weil ich dachte, ich verpasse zu viel auf dieser großen Welt. Aber das Buch mit den vielen Menschen, die gerade dabei sind, das Leben zu verlassen, hat mir gezeigt, dass ich jeden Tag so nutzen soll, das ich dieses Gefühl nicht haben werde! Ich soll einfach jede Chance nutzen, alles in Angriff nehmen und auch nur das tun, was ich wirklich will und von dem ich auch 100% überzeugt bin! Das Buch beruhigt einen zutiefst und eher was für Zeiten, wo man viiiel Zeit zum Lesen hat. Mir ging es nämlich folgendermaßen: Ich las, musste dann aber aufhören, weil irgendwas dann kam, aber ich wollte weiter lesen und den Menschen mit ihren Geschichten zuhören wollte :(





"Zehn Millarden" von Stephen Emmott spricht über unsere Welt. Über den jetzigen Zeitpunkt unserer Erde. Es beschreibt den Klimawandel, das Bevölkerungswachstum und auch wie sich die Menschen in ihrem Inneren verändern. 
Es stellt in ganz kurzen Kapitel klip und klar dar, wie es um uns und um unseren Planeten steht. 
Stephen Emmott ist Professor und beschäftigt sich Tag täglich mit der Erde und seiner Entwicklung. So weniger er schreibt, desto mehr Inhalt befindet sich in diesem Teil des Buches. 

Hier ist ein kleiner Ausschnitt von einem Artikel von Der Zeit: " In London ist letztes Jahr am Royal Court Theatre mit großem Erfolg ein Bühnenstück aufgeführt worden, das Ten Billion heißt und im Wesentlichen darin besteht, dass jemand alle wichtigen Fakten zum drohenden Kollaps deklamiert. Das Stück endet nicht tröstlich. Kurz vor Schluss fasst der Autor und Rezitator Stephen Emmott bündig zusammen: I think we’re fucked. [...] Emmotts Hinweise auf das Mögliche bleiben vage: Nur eine radikale Verhaltensänderung und eine diese nachvollziehende und unterstützende radikal veränderte Politik könnten noch das Schlimmste verhindern. Aber Emmott glaubt nicht daran, dass so etwas geschehen könnte: "Nichts deutet darauf hin, dass dies gerade geschieht oder irgendwann geschehen wird. Ich glaube, alles wird einfach so weitergehen wie bisher." In der ästhetischen Logik des Stücks ist angelegt, dass nirgends Hoffnung aufscheint. Insofern erzeugt Emmotts atemlose Aufzählung den Schock der Ausweglosigkeit, aus dem wohl der Impuls zur radikalen Veränderung entstehen soll. Das ist eine Strategie der paradoxen Intervention. Dumm ist nur, dass die selbst gemachte Apokalypse eben keine ist, die unterschiedslos alle trifft. Sondern sie zieht sich über Jahrzehnte hin und bleibt gerade für diejenigen unernst und unwirklich, die noch davon profitieren, dass alles so weitergeht. Man mag der Emmottschen Katharsis allen Erfolg wünschen. Auf ihre Wirkung vertrauen sollte man nicht." http://www.zeit.de/2013/37/sachbuch-stephen-emmott-zehn-milliarden
Das Buch ist erschreckend, aber es sagt, wie es wirklich ist! Mr. Emmott sagt die Wahrheit und wenn wir nichts mehr tun, ist es zu spät. Vielleicht ist es wirklich schon zu spät, aber dann müssen wir damit leben und vielleicht noch die Zeit mit allem genießen was wir gerade besitzen: Tieren, Pflanzen, Rohstoffen. 




Das Buch "Zeitsplitter- Die Jägerin" von Cristin Terrill habe ich nur gelesen, weil Caro es so schlecht beschriebe hat und auch nichts mit dem Ende anfangen konnte. :D Aber, dass hat meinen Eindruck von dem Buch nicht beeinflusst. 
Es geht um das Mädchen Marina. Sie lebt in der USA und ist in einen Jungen verliebt, der sehr sehr schlau ist und auch ihre Eltern sind sehr bekannt. Es werden immer kurze Eindrücke von ihrem Leben eingespielt, aber zum Anfang kommt zuerst ein Kapitel über das Mädchen Em. Sie ist in einem Gefängnis. Ihr einziges Ziel ist es, auszubrechen und den Doctor umzubringen. Dann wechselt die Szene wieder zu Marina und langsam stellen sich Parallen auf. Und ich kann schon sagen: Em und Marina sind die gleichen Personen. Em ist Marinas Zukufts- Ich und lebt in einem unheimlichen, schon fast zerstörten Amerika. Nicht zerstört, dass alle verbombt ist, sondern das die Menschen sich nicht mehr vertrauen können und sehr unter der Regierung leiden. Man könnte sagen der Doctor ist an allem Schuld. Em möchte dagegen kämpfen und Marina befindet sich kurz vor dem Moment, als das alles so kommen soll, wie es in Ems Welt ist. Em könnte alles aufhalten, denn sie benutzt die Zeitmaschine Cassandra welche der Doctor geschaffen hat. Verwirrend :D? Wenn du es liest ist es aufschlussreicher nur es ist wirklich schwer zu erklären. 
Ich mag die Veränderung der Person Marina zu Em. Sie wird von einem unsicheren Mädchen, dass sich nur durch ihren Status in der Gesellschaft abzeichnet und kein bisschen Selbstvertrauen besitzt. Ihre Eltern sind kaum für sie da und sie hat nur eine Verbindung zu ihrem Hausmädchen, welches ihr Lieben, Aufmerksamkeit und auch Zuneigung und Unterstützung bietet. Sie löst sich schnell von ihrer Familie ab um ihrem Freund beizustehen und um ein Verbrechen aufzulösen, welches sehr weit in die Zukunft gehen wird. Ja Zukunft :D 
Ich mag das Buch. Ich mag den Wechsel zwischen der Zukunft und der Gegenwart. Trotzdem fand ich das Buch an manchen Stellen zu wenig beschrieben. Es ging vielleicht etwas zu schnell für meinen Geschmack. Für den ganzen Inhalt war das Buch zu dünn... Trotzdem hätte man z.B. das letzte Kapitel weglassen können, denn das hat für mich keinen Sinn ergeben, trotz Erklärungen von Caro und dem Internet. Aber ich hoffe es wird eine Fortsetzung geben, die alles aufklären sollte! Aber der Rest den Buches ist sehr spannend und man wollte das Buch gleich zuende lesen um zu erfahren ob sie es schaffen, dass zu erledigen. Also das Ende gefällt mir wirklich sehr gut, aber nur die Verwirrung gefällt mir nicht. 


xoxo Sophie

Kommentare:

  1. Wie Zeitsplitter raussticht einfach mal aus den ganzen Politikbüchern :'D

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    1. Auf alle Fälle, aber so war mein Leseverhältnis ja wirklich :D

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